"Consumer Confidence Barometer" - Ergebnisse März 1999

Wien (OTS) - Die jüngsten Ergebnisse des österreichischen "Consumer Confidence Barometer" vom März 1999 zeigten
insgesamt eine leichte Eintrübung des Stimmungsbildes bei den Konsumenten: Der gemäß EU-Kommission berechnete Indikator des Verbrauchervertrauens (Indikator des Verbrauchervertrauens
= Durchschnitt aus den Salden zur Frage der finanziellen
Situation der Haushalte in den letzten 12 Monaten, zur Frage
der finanziellen Situation der Haushalte in den kommenden
12 Monaten, zur Frage zur wirtschaftlichen Lage in den letzten
12 Monaten, zur Frage zur wirtschaftlichen Lage in den
kommenden 12 Monaten und zur Frage dem günstigen Zeitpunkt für größere Anschaffungen; Berechnungsmodus lt. "Business and
Consumer survey" Beiheft B, DG2 der EU-Kommission.) beträgt im März 1999 -6 nach +2 und -1 im Jänner und Februar 1999
(März 1998: -6). Die Diskrepanz zum Vertrauen der Industrieunternehmen blieb im März 1999 mit -19 weiterhin
deutlich unter den Erwartungen der Konsumenten. Diese
Situation ist mit dem Verlauf im EU-11-Währungsgebiet
vergleichbar. Zurückzuführen ist das insgesamt nach wie vor robuste Konsumentenvertrauen vor allem auf folgende drei
Gründe:
- Die Einschätzung der Preisentwicklung für die nächsten

12 Monate hat sich im Vergleich zum Vorjahr erheblich
verbessert. Im März 1999 erwarteten nur mehr knapp weniger
als die Hälfte der Befragten - d.s. 48 % - für die Periode
März 1999 bis März 2000 Preissteigerungen. Im März 1998
betrug der vergleichbare Anteil immerhin noch 57 %.

- Die finanzielle Ausstattung wird von den Haushalten -

gegenüber dem Ergebnis vom März 1998 - ebenfalls merklich
besser beurteilt. Die Gründe sind insbesondere die geplante Steuerreform 2000, der niedrige heimische Preisauftrieb
sowie die Beschäftigungszunahmen am Arbeitsmarkt, die im
1. Quartal 1999 bei +1‘2 % (exklusive Präsenzdiener und Karenzgeldbezieher) lagen. Daneben dürfte aber auch das
niedrige Zinsniveau für eine bessere finanzielle Situation
der Haushalte verantwortlich sein.

- Das Konsumklima verzeichnete im März 1999 ein

optimistischeres Stimmungsbild. Was den Zeitpunkt für
größere Anschaffungen betrifft, halten im März 1999 nur 19 % (nach 23 % im März 1998) diesen für ungünstig und wollen den Kauf größerer Konsumgüter verschieben. Die Ausgabeabsichten für die nächsten 12 Monate haben sich verstärkt. In den kommenden 12 Monaten wollen 22 % (nach 19 % im März 1998)
mehr ausgeben als in der Periode zuvor.

Bei der Einschätzung der allgemeinen Wirtschaftslage für die kommenden 12 Monate zeigten sich die Konsumenten mit einem
Saldo von -8 pessimistisch (März 1998: +5). Auch für die Entwicklung der Arbeitslosigkeit wird von einer deutlichen
Mehrheit des Umfragesamples - nämlich 60 % - eine steigende
Tendenz für die nächsten 12 Monate erwartet.

Der Sparwunsch der Österreicher hat sich geringfügig
vermindert. Demnach halten es im März 1999 nur mehr 47 % (März 1998: 51 %) ratsam, in Anbetracht der Wirtschaftslage zu
sparen, und 43 % (März 1998: 44 %) haben die Möglichkeit, auf
alle Fälle in den kommenden 12 Monaten Geld zu sparen.

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