Natura 2000 ist Chance für die Landwirtschaft

Bauer: Vertragsnaturschutz ausbauen

St.Pölten (NLK) - "Das europäische Schutzgebietssystem NATURA 2000 ist sowohl für den Naturschutz als auch für die Landwirtschaft eine Chance", betonte heute Landesrat Dr. Hannes Bauer in St.Pölten. Niederösterreich habe mit 31,6 Prozent der Landesfläche den österreichweit größten Anteil an NATURA 2000-Gebieten nach Brüssel gemeldet. Das seien aber nur Grobmeldungen gewesen. Derzeit würden exakte Flächenabgrenzungen vorgenommen. Diese Flächenbereinigung könne aber nur mit Zustimmung der zuständigen Gremien der EU erfolgen. Laut einer neuen WWF-Studie, die sich mit der Landwirtschaft in Österreichs NATURA-2000 Gebieten beschäftigt, werden in Österreich nicht die vollen 31,6 Prozent landwirtschaftlich genutzt. "Die Richtlinien der EU werden leider in Enteignungsdisksussionen überführt", meinte WWF-Geschäftsführer Dr. Günther Lutschinger. Es gehe aber darum, die Gebiete so zu erhalten, wie sie sind. Bestehende Lebensräume dürften also nicht zerstört werden.

"In Österreich bauen wir den Vertragsnaturschutz deutlich aus", erläuterte Bauer. So könnten Naturschutzleistungen der Bauern besser abgegolten werden. In Österreich stünden dafür jährlich 265 Millionen Schilling zur Verfügung. Bauer: "In Niederösterreich gibt es derzeit für die Bauern rund 45 Millionen Schilling für die Pflege von Feucht-und Trockenwiesen, davon werden circa 15 Prozent für NATURA 2000 Gebiete verwendet". Im Umweltprogramm ÖPUL 2000 seien dann österreichweit jährlich ungefähr 60 Millionen Schilling vorgesehen, für Niederösterreich neun Millionen. Von diesen Summen zahle die EU 50 Prozent, der Bund 30 Prozent und das Land Niederösterreich 20 Prozent.

*** OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER

VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS ***

Rückfragen & Kontakt:

Pressestelle
Tel.: 02742/200-2172

Niederösterreichische Landesregierung

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NLK/NLK