50 Jahre SOS-Kinderdorf

Hinterbrühl ist größtes Kinderdorf Europas

St.Pölten (NLK) - Die SOS-Kinderdorf-Idee ist 50 Jahre alt. Österreichs erstes Kinderdorf wurde 1949 auf Initiative von Hermann Gmeiner in Imst in Tirol gegründet. Das SOS Kinderdorf Hinterbrühl folgte 1957, es ist heute das größte SOS-Kinderdorf in Europa. "Zentrale Idee des SOS-Kinderdorfes ist es, den Kindern eine familiäre Betreuung mit Hilfe von Kinderdorf-Müttern zu bieten", erläutert Monika Franta, Leiterin des Kinderdorfes Hinterbrühl. In den Dörfern würden vor allem Kinder und Jugendliche betreut, die aufgrund der schlechten sozialen Umstände nicht in ihren Familien bleiben könnten. Derzeit werden in Hinterbrühl in 21 SOS-Kinderdorffamilien rund 100 Kinder, davon zehn aus Niederösterreich, betreut. Insgesamt wuchsen in Hinterbrühl bisher 1.000 Kinder und Jugendliche auf.

"Probleme, Kinderdorf-Mütter zu finden, haben wir nicht. Viele Frauen entscheiden sich für diese Art der Lebensgemeinschaft mit Kindern. Bei uns bekommen die Kinder eine neue Chance um in Ruhe aufzuwachsen und sich zu entwickeln", betont Franta. Unterstützt werden die Kinderdorf-Mütter, die Familien-Pädagoginnen sind, von Psychologen, Therapeuten und pädagogischen Mitarbeitern. Dem Kinderdorf sind ein Kindergarten, zwei Jugendwohngemeinschaften, eine therapeutische Mädchenwohngemeinschaft in Hinterbrühl und das Jugendhilfszentrum in Guntramsdorf, in dem besonders benachteiligte Jugendliche betreut werden, angeschlossen. In den Wohngemeinschaften leben die älteren Jugendlichen, die Schulen, die Lehre oder die Universität besuchen. Die Jugendlichen können dort wohnen, bis sie völlig selbständig sind. Notwendige Renovierungsarbeiten wurden im Rahmen der Dorferneuerung durchgeführt: Insgesamt wurden sieben abgewohnte Familienhäuser generalsaniert. Franta: "Damit entspricht das Kinderdorf modernen pädagogischen Anforderungen." Finanziert wird das Kinderdorf größtenteils durch private Spenden. Das Land Niederösterreich stellt jährlich für die zehn niederösterreichischen Kinder ein Drittel der Unterhaltskosten bereit.

In Österreich gibt es neun SOS-Kinderdörfer, in denen rund 800 Kinder leben. Außerdem gibt es momentan zehn SOS-Jugendhäuser und Mädchenwohngemeinschaften.

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