"Wände oder Wende?" - Enquete zum Thema "Eßstörungen" in Wien

Eröffnung durch Laska und Brauner

Wien, (OTS) Am Donnerstag, findet in der Volkshalle des
Wiener Rathauses eine Enquete zum Thema Eßstörungen unter dem Titel "Wände oder Wende?" statt, die von Vizebürgermeisterin Grete Laska, Frauen- und Konsumentenstadträtin Mag. Renate Brauner und der Wiener Frauengesundheitsbeauftragten, Prof. Dr. Beate Wimmer-Puchinger eröffnet wurde. Rund 350 TeilnehmerInnen bekundeten das hohe Interesse an der Veranstaltung.****

Laska: Bildungsbereich und Schule müssen Beitrag leisten

Vizebürgermeisterin Grete Laska unterstrich in ihren Begrüßungsworten die Bedeutung des Schul- und Bildungsbereichs für einen sensiblen und frühzeitigen Umgang mit dem Thema. "Nicht nur ÄrztInnen und PsychologInnen, auch PädagogInnen aus allen Bereichen müssen dazu beitragen, dass Eßstörungen aus der Tabuecke geholt und damit bearbeitet werden können," so Laska.

Brauner: Frauengesundheit oder -krankheit beginnt oft beim Essen

Brauner erinnerte in ihrem Einleitungsstatement an den Grundsatz des "Gender Mainstreaming", zu dem sich die Stadt Wien
in der Frauenpolitik verpflichtet habe: "Das Frauengesundheitsprogramm ist lebendiger Ausdruck dieses Bekenntnisses, und eine Frauengesundheitsbeauftragte ist in Wien inzwischen eine Selbstverständlichkeit." Drei Grundsätze dieses Wiener Frauengesundheitsprogramms seien zum Thema "Eßstörungen" aus ihrer Sicht besonders hervorzuheben: die
geschlechtsspezifische Konkretisierung von Gesundheit, die
Sicherung von Lebensqualität während des gesamten Lebens und die Förderung eines gesunden Lebensstils.

Brauner: Eßstörungen als gesellschaftspolitisches Problem

"Gerade beim Thema Eßstörungen erkennen wir deutlich, wie Frauengesundheit in einem gesellschaftlichen Kontext zu sehen
ist," führte die Frauenstadträtin aus, "der sogenannte Zeitgeist ist keine neutrale Angelegenheit, sondern schreibt Frauen - und zunehmend auch Männern - idealtypische Rollen zu, die bis hin zu schweren gesundheitlichen Schäden führen können." Deswegen sei es besonders wichtig gewesen, dass eine der ersten Maßnahmen des Frauengesundheitsprogrammes die Durchführung einer Kampagne zum Thema Eßstörungen gewesen sei. "Denn nicht nur die Erfahrungen in Wien, auch internationale Beispiele zeigen den Zusammenhang
zwischen gesellschaftlichem Ideal und Frauengesundheit, und es ist daher sehr wichtig, bereits bei den jungen Mädchen anzusetzen,
wenn es um die Entwicklung eines Wohlfühlfaktors jenseits dieser Fantasien geht," betonte die Frauenstadträtin, "es geht um die Änderung der Rollenbilder, um mehr Selbstbewußtsein und um die Förderung der Eigenständigkeit der jungen Frauen und Mädchen," schloss Brauner. (Schluß) mk

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