VA Technologie AG: Ergebnisse 1. Quartal 1999 - EBIT auf EUR 21,2 Mio (ATS 291,7 Mio) gestiegen - Umsatz: plus 8%

Wien (OTS) -

  • Auftragseingang: Kräftiger Anstieg bei Anlagentechnik und Dienstleistungen, Rückgang bei Metallurgietechnik und Energie-und Umwelttechnik
  • Nochmals Vorsorge für Restabwicklung Konventionelle Thermische Energieerzeugung
  • Ausblick auf Gesamtjahr 1999 unverändert: Auftragseingang auf Vorjahresniveau, 20% Steigerung im Ergebnis je Aktie =

Ergebnis und Umsatz

Die börsenotierte VA Technologie AG (VA TECH) konnte im ersten Quartal 1999 das EBIT (Ergebnis vor Zinsen und Steuern) auf EUR 21,2 Mio (ATS 291,7 Mio) nach EUR 2,1 Mio (ATS 29,4 Mio) im ersten Quartal 1998 steigern. Diese Steigerung ist zu rund drei Viertel bedingt durch den Wegfall des negativen operativen Ergebnisses der verkooperierten konventionellen thermischen Energieerzeugung sowie durch die planmäßig verlaufende Restrukturierung im Rohrleitungsbau und zu rund einem Viertel auf Grund von Ergebnis-steigerungen in anderen Geschäftsbereichen des Konzerns.

Der Umsatz des VA TECH-Konzerns nach IAS (International Accounting Standard) stieg im Quartalsvergleich um 8% auf EUR 706,8 Mio (ATS 9,7 Mrd) gegenüber EUR 652,0 Mio (ATS 9,0 Mrd) in 1998.

Das erste Quartal 1999 war für die VA TECH besonders in den globalen Geschäften der Metallurgietechnik sowie der Energie- und Umwelttechnik von weiterhin schwierigen Markt-bedingungen geprägt. Die vorwiegend europäischen Märkte des Konzernbereiches Anlagen-technik und Dienstleistungen zeigten hingegen solides Wachstum.

Auftragseingang und Auftragsstand

Der Auftragseingang des VA TECH-Konzerns im ersten Quartal 1999 lag mit EUR 603,8 Mio (ATS 8,3 Mrd) um 31% niedriger als in der

Vorjahresperiode (Q1 1998: EUR 878 Mio, ATS 12,1 Mrd). Das erste Quartal hat auf Grund der Stichtagsbezogenheit im Projektgeschäft nur geringe Aussagekraft für das Gesamtjahr.

In der Metallurgietechnik (Auftragseingang -68% im Quartalsvergleich) und in der Energie-und Umwelttechnik (-46%) wurde im ersten Quartal eine Reihe von Aufträgen unter-schrieben, die in diesem Zeitraum jedoch noch nicht in Kraft traten. Im laufenden zweiten Quartal ist der im Vorjahr sistierte Großauftrag Kulim/Malaysia in neuer Version nach Erhalt der Anzahlung in Kraft getreten. Der Auftragswert für dieses Projekt, das zwei Gaskombi-Kraftwerksblöcke samt Anlagen zur Energieverteilung für einen Hochtechnologiepark umfaßt, beträgt EUR 210,8 Mio (ATS 2,9 Mrd).

Der Konzernbereich Anlagentechnik und Dienstleistungen verzeichnete eine kräftige Stei-gerung im Auftragseingang um 42%.

Die Regionalentwicklung im Auftragseingang zeigt folgendes Bild:
Westeuropa 62%, Reformländer/GUS 13%, Naher/Mittlerer Osten, Afrika 2%, Asien/Pazifik 9% sowie Nord- und Südamerika 14%.

Der Auftragsstand zum 31.3.1999 erhöhte sich auf EUR 3.100,9 Mio (ATS 42,7 Mrd) nach EUR 2.884,8 Mio (ATS 39,7 Mrd) zum 31.12. 1998.

Durch die Einbringung der Konventionellen Thermischen Energieerzeugung in die Babcock Borsig Power im Februar 1999 hat die VA TECH den geplanten strategischen Ausstieg aus diesem Geschäft durchgeführt (vorbehaltlich der fusionsrechtlichen Genehmigung). Für die Erfüllung der mit Babcock vertraglich vereinbarten Nachschußpflicht für die Restabwicklung laufender Projekte wurde nochmals eine Vorsorge in Höhe von EUR 27,6 Mio (ATS 379,8 Mio) gebildet. Diese wurde im Bereich der "discontinued operations" gebildet und hat daher auf das Ergebnis je Aktie der VA TECH keinen Einfluß. Das Nettoergebnis lag daher im ersten Quartal 1999 bei EUR -31,2 Mio (ATS -429,3 Mio) gegenüber EUR -11,6 Mio (ATS-159,9 Mio) im ersten Quartal 1998.

Mitarbeiter

Die Veränderung der Anzahl der Mitarbeiter um 15% im Quartalsvergleich ergibt sich im wesentlichen aus dem Saldo aus dem Erwerb der Energieübertragung und -verteilung von Rolls-Royce, der Akquisition der EZ Praha sowie aus dem Personalabbau und der Verkooperierung der Konventionellen Thermischen Energieerzeugung.

Ausblick

Das Jahr 1999 ist von einem weiterhin schwierigen globalen Marktumfeld gekennzeichnet. Die Ziele des VA TECH-Konzerns mit Halten des Auftragseinganges (organisch und akquiriert) auf dem Niveau des Vorjahres sowie die 20% Steigerung im Ergebnis je Aktie bleiben aufrecht. Das konzernweite Programm zur Effizienzsteigerung VA TECH SPEED + QUALITY wird fortgeführt und intensiviert.

Konzernbereich Metallurgietechnik

Der Auftragseingang des Konzernbereiches im ersten Quartal 1999 betrug EUR 99,0 Mio (ATS 1,4 Mrd) nach EUR 311,9 Mio (ATS 4,3 Mrd) in der Vergleichsperiode des Vorjahres. Der Grund für den Rückgang liegt neben der schwierigen Marktsituation auch in der verzögerten Inkraftsetzung von Aufträgen. Die größten Aufträge waren die Modernisierung der Brammen-Stranggießanlage IPSCO in den USA mit EUR 17,9 Mio (ATS 246,3 Mio) sowie zwei Elektroöfen für Zhangijajang, China (EUR 10,4 Mio, ATS 143,1 Mio).

Der Auftragsstand lag bei EUR 851,0 Mio (ATS 11,7 Mrd). Der Umsatz im 1. Quartal 1999 war EUR 241,7 Mio (ATS 3,3 Mrd) nach EUR 290,5 Mio (ATS 4,0 Mrd) im 1. Quartal 1998. Das EBIT im ersten Quartal 1999 betrug EUR 19,3 Mio (ATS 265,6 Mio) nach EUR 18,5 Mio (ATS 254,5 Mio) in der Vergleichsperiode.

Konzernbereich Energie- und Umwelttechnik

Der Auftragseingang des Konzernbereiches im ersten Quartal 1999 lag bei EUR 164 Mio (ATS 2,3 Mrd) nach EUR 305,7 Mio (ATS 4,2 Mrd) im ersten Quartal 1998 auch wegen der verschobenen Inkraftsetzung von Aufträgen. Die größten Aufträge waren die Transformator-projekte Allegheni Power in den USA (EUR 6,2 Mio, ATS 85,3 Mio) und Coryton in Großbritannien (EUR 5,8 Mio, ATS 79,8 Mio). Ferner wurde ein Vertrag für die Errichtung der Wasserkraftwerke Borcka und Muratli/Türkei im Wert von EUR 167,1 Mio (ATS 2,3 Mrd) unterzeichnet, der allerdings noch nicht in Kraft ist. Wie berichtet, wurde der im Vorjahr sistierte und aus dem Auftragsstand herausgenommene Auftrag für das thermische Kraftwerk KULIM/Malaysia neu verhandelt und im März 1999 mit einem Auftragswert von EUR 210,8 Mio (ATS 2,9 Mrd) unterschrieben. Der Vertrag trat nach Erhalt der Anzahlung im April in Kraft, ist daher nicht im Auftragseingang des ersten Quartals 1999 enthalten.

Der Auftragsstand betrug EUR 1.441,3 Mio (ATS 19,8 Mrd). Der Umsatz im 1. Quartal 1999 war EUR 253,1 Mio (ATS 3,5 Mrd) nach EUR 210,0 Mio (ATS 2,9 Mrd) im 1. Quartal 1998. Das EBIT lag bei EUR 12,8 Mio (ATS 176,1 Mio) nach EUR -4,1 Mio (ATS -56,5 Mio) im ersten Quartal 1998.

Die Geschäfte der im Vorjahr erworbenen und im ersten Quartal 1999 erstmals konsolidierten Energieübertragung und -verteilung unter den Markennamen VA TECH Reyrolle, VA TECH Peebles and VA TECH Ferranti-Packard entwickelten sich positiv.

Wie berichtet, wurde im Februar 1999 die vollständige Übernahme der Wassertechnik-Aktivitäten der Deutschen Babcock AG durch die VA TECH vereinbart und inzwischen bereits fusionsrechtlich genehmigt.

Konzernbereich Anlagentechnik und Dienstleistungen

Der Auftragseingang stieg im abgelaufenen Quartal um 42% auf EUR 370,6 Mio (ATS 5,1 Mrd), wobei vor allem in der Mechanischen und Elektrischen Anlagentechnik sowie bei den Transport- und Montagesystemen eine erfreuliche Geschäftsentwicklung zu verzeichnen war. Die wichtigsten Aufträge waren Transport- und Montagesysteme für OPEL/Spanien (EUR 30,5 Mio, ATS 419,7 Mio), die elektrotechnische Ausrüstung für eine Pharma-produktionsanlage/Kroatien (EUR 24,5 Mio, ATS 337,1 Mio) sowie ein Trainingscenter für Berufsausbildung in Indonesien (EUR 20,2 Mio, ATS 278 Mio).

Der Auftragsstand zum 31.3.1999 lag bei EUR 864,2 Mio (ATS 11,9 Mrd). Dieser Konzernbereich ist durch einen hohen Anteil von Aufträgen mit einer Laufzeit von unter einem Jahr gekennzeichnet. Bei diesen Aufträgen wird der größte Teil des Umsatzes üblicherweise zu Jahresende abgerechnet, während Fixkosten relativ gleichmäßig in den einzelnen Quartalen anfallen. Aus diesem Grund ergibt sich im Konzernbereich Anlagentechnik und Dienstleistungen im ersten Quartal so wie in den Vergleichsperioden der Vorjahre - auch unter IAS - ein leicht negatives Ergebnis. Der Umsatz im 1. Quartal 1999 war EUR 240,3 Mio (ATS 3,3 Mrd) nach EUR 185,6 Mio (ATS 2,6 Mrd) im 1. Quartal 1998. Das EBIT im ersten Quartal 1999 lag bei EUR -3,5 Mio. (ATS -48,2 Mio) nach EUR -9,1 Mio (ATS -125,2 Mio). Im Vergleich zum Vorjahr zeigten alle wesentlichen Geschäftsbereiche eine positive Entwicklung.

Die börsenotierte VA Technologie AG (VA TECH) ist ein global tätiger Technologiekonzern mit Sitz in Österreich und als Systemanbieter in den Konzernbereichen Metallurgietechnik, Energie-und Umwelttechnik sowie Anlagentechnik und Dienstleistungen weltweit tätig. 1998 erzielte der Konzern mit 17.684 Mitarbeitern einen konsolidierten Konzernumsatz nach IAS von EUR 3,2 Mrd (ATS 44,3 Mrd).

Der vollständige Quartalsbericht ist auch im Internet abrufbar unter http://www.vatech.co.at

VA TECH Kennzahlenübersicht nach IAS

Quartalsbericht per 31.3.1999

In Mio EUR

1. Quartal 1999 1. Quartal 1998 Gesamtjahr Veränderung in % 1998 Q1/98 - Q1/99

Auftragseingang 603,8 878,0 3.036,4 - 31

Auftragsstand
(Stichtag) 3.100,9 - 2.884,8 -

Umsatz 706,8 652,0 3.216,4 + 8

EBIT 21,2 2,1 82,6 + 910

EBT - 5,6 - 8,5 42,7 + 34

Steuern 0,3 - 3,2 41,8 + 109

Discontinued
operations - 27,6 0 - 56,8 -

Nettoergebnis - 31,2 - 11,6 24,6 - 169

Investitionen
SAV/IV 17,7 15,0 104,7 + 18

Investitionen 2,3 2,0 224,1 + 15 Beteiligungen
Investitionen
Gesamt 20,0 17,0 328,8 + 18

Mitarbeiter *) 20.554 17.899 17.684 + 15

*) Quartal: Stichtag, Gesamtjahr 1998: Jahresdurchschnitt

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