Psychotherapie auf Krankenschein

Hauptverband fordert den Bundesverband für Psychotherapie auf, unterschriftsreifen Vertrag endlich zu unterzeichnen

Wien (OTS) - Die Sozialversicherung will den Gesetzesauftrag, psychotherapeutische Krankenbehandlung flächendeckend auf Krankenschein sicherzustellen, endlich erfüllen. Dazu braucht der Hauptverband der österreichischen Sozialversicherungsträger aber einen verläßlichen Vertragspartner. Sollte der Österreichische Bundesverband für Psychotherapie (ÖBVP) trotz des Vorliegens eines unterschriftsreifen Gesamtvertrages dazu in den kommenden Wochen nicht imstande sein, müsse, so der stellvertretende Generaldirektor des Hauptverbandes, Dr. Josef Probst, die schon vorhandene alternative Sachleistungsstruktur über Vereine und Institutionen weiter ausgebaut werden. Derzeit gibt es im Burgenland, Oberösterreich, Tirol und in Kärnten Verträge mit Vereinen, in Vorarlberg eine Vereinbarung zwischen der dortigen Gebietskrankenkasse und dem Land, zusätzlich Psychotherapie auf Krankenschein in Krankenhausambulanzen oder eigene Einrichtungen der Krankenversicherungsträger.

Es sei, so Probst weiter, aber nach wie vor das Ziel des Hauptverbandes, mit dem ÖBVP einen Gesamtvertrag abzuschließen, der eine qualitativ hochstehende psychotherapeutische Krankenbehandlung der Versicherten sicherstelle. Nach den Vorstellungen des Hauptverbandes könne eine qualitativ hochstehende psychotherapeutische Krankenbehandlung aber nur dann gewährleistet werden, wenn der Psychotherapeut zumindest eine zweimonatige Tätigkeit in einem Krankenhaus oder bei einem Psychiater und zusätzlich mindestens 1000 Stunden eigenverantwortliche psychotherapeutische Krankenbehandlung in relevaten Diagnosegruppen vorweisen könne. Sowohl in der BRD als auch in der Schweiz würden diese Anforderungen, so Probst, noch wesentlich strenger sein.

Nach Einschätzung des Hauptverbandes erfüllen von den 4.100 freiberuflich tätigen Psychotherapeuten mehr als 1000 diese Qualitätskriterien. Probst: "Es ist unser Ziel, mit diesen freiberuflich tätigen Psychotherapeuten einen entsprechenden Vertrag abzuschließen. Damit ist eine flächendeckende Versorgung in Österreich gewährleistet."

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