Österreichische Papierfachtagung/Fachausstellung vom 18. - 20. Mai 1999

Graz (OTS) - Die Österreichische Papierfachtagung ist seit 1988 eine gemeinsame Veranstaltung des Akademischen Papieringenieur-Vereins (APV) an der TU Graz, Obmann ist Herr Univ.-Prof. Dipl.-Ing. Dr. Helmut Stark und der Österreichischen Vereinigung der Zellstoff-und Papierchemiker und -techniker (ÖZEPA), amtierender Präsident ist Herr Dipl.-Ing. Kurt Mitterböck, Vorstand der Neusiedler AG. Die Tagung wird inhaltlich und organisatorisch durch den APV ausgerichtet.

Der APV-Graz ist ein Verein, dessen Mitglieder vorwiegend Absolventen und Studenten der Studienrichtung Papier-und Zellstofftechnik sind.

Mitglieder der Vereinigung ÖZEPA sind Techniker aus der Zellstoff-und Papierindustrie, aus Forschungs- und Universitätsinstituten und Mitarbeiter der Dienstleistungs- und Zulieferindustrie.

Seit dem Jahre 1949 hat der APV seine traditionellen Frühjahrs-Fachtagungen abgehalten, die der Diskussion wissenschaftlicher Ergebnisse, dem Austausch von Betriebserfahrungen und dem allgemeinen Gedankenaustausch im Fachbereich Zellstoff und Papier dienen. Es war naheliegend, diese Tagung dort auszurichten, wo sich auch die einzige universitäre Ausbildungsstätte in Österreich für Papier- und Zellstofftechnik befindet. An der Technischen Universität Graz ist dafür seit dem Studienjahr 1945/46 die Studienrichtung für Papier- und Zellstofftechnik eingerichtet.

Graz mit seiner Umgebung ist ein bedeutendes Industriezentrum mit hohem internationalem Ansehen im Fachbereich Zellstoff, Papier und Karton. Alle Produktionsanlagen, besonders in der Steiermark, arbeiten auf einem sehr hohen technischen und technologischen Niveau, einige davon sind wegweisend, wenn wir an die Papiererzeugungsanlage der Produktionslinie 4 am Standort Gratkorn der SAPPI für dreifach gestrichene holzfreie Papiere denken, die beinahe auf den Tag genau ihre Weltpremiere hatte. Bemerkenswert ist aber auch der erfolgreiche Umbau der Kartonmaschine 3 bei Mayr-Melnhof in Frohnleiten mit neuen technischen Lösungen im Naßteil der Kartonmaschine, genauso wie die Modernisierung einer Papiermaschine bei Bauernfeind in Frohnleiten. Verantwortlich für diese genannten Projekte war Voith Sulzer St. Pölten als Lieferant von Papier- und Streichmaschinen. Bemerkenswert sind auch die internationalen Erfolge beim Bau modernster Tissue-Papiermaschinen durch die Andritz AG als Kompetenzpartner für diesen Bereich innerhalb der Voith Sulzer Gruppe.

Mit besonderem Stolz kann festgestellt werden, daß die genannten technischen Erfolge durch die Mitarbeit von zahlreichen Absolventen des Institutes für die Papier-, Zellstoff- und Fasertechnik der TU Graz in den Bereichen Forschung und Entwicklung, Konstruktion, Planung und Inbetriebnahme zustande gekommen sind.

Die dringlichsten Anliegen der Papierindustrie sind:

Zur Wahrung der Chancen der Zellstoff- und Papierindustrie in Österreich müssen die Leistungen der Vergangenheit, insbesondere was Emissionsverminderung betreffen, in der Öffentlichkeit viel deutlicher bewußt gemacht werden, genauso wie die Chancen dieses Industriezweiges auf dem Weg ins 21. Jahrhundert. Die größte Stärke dabei ist die Verwendung von nachhaltig erneuerbaren Rohstoffen in Form von Holz, wobei heute die Holznutzung nur etwa 2/3 des natürlichen Zuwachses ausmacht. Holz kann auch als Rohmaterial für chemische Prozesse mit hoher Wertschöpfung Verwendung finden. Im Zusammenwirken von genetischer, biologischer und chemischer Forschung kann in wenigen Jahrzehnten die Herstellung von Chemikalien aus Zellulose, Lignin und den anderen Holzkomponenten Wirklichkeit werden. Die Lenzing AG erhöhte in den vergangenen Jahren die stoffliche Nutzung des Buchenholzes auf etwa 50% durch Herstellung von Essigsäure, Forfural und Xylose.

Die diesjährige Tagung bietet:

1. Vorträge mit dem Generalthema:

"Ausgewählte Kapitel der Zellstoff-, Papier- und Kartonerzeugung -200 Jahre nach der Erfindung der Papiermaschine", womit auch die Schwerpunkte der ausgewählten Referate umrissen sind und dargelegt werden soll, in welcher Weise sich die Papierherstellungstechnologie in ihrer Mannigfaltigkeit entwickelt hat 200 Jahre nach Erfindung der Papiermaschine durch Nicolas-Louis Robert.

In den Einführungsvorträgen wird neben der wichtigsten Frage der Arbeitssicherheit vor allem die Bedeutung des Holzes als Rohstoff-und Energielieferant diskutiert.

Im weiteren Programm der Tagung werden jene aktuellen Themen abgehandelt, die sich mit der vielseitigen Verbesserung der Technologie bei der Zellstoff- und Papierherstellung befassen, besonders zur Emissionsverringerung, der Qualitätsverbesserung und Energieeinsparung.

2. Ehrung:

Anläßlich der Tagung wird bei der Eröffnung der Veranstaltung zum 14. Mal der SAPPI (KNP LEYKAM AG)-Förderungspreis vergeben.

Der Preisträger ist Herr Dipl.-Ing. Dr. Gerhard Gabriel mit seiner Diplomarbeit "Meßtechnische Erfassung der Wechselwirkungen zwischen Flüssigkeiten und Papieren mittels Ultraschall".

3. Parallel zur Fachtagung findet eine Fachausstellung statt, die einen Überblick über den Leistungsstand und die Neuerungen von Zulieferfirmen für die Zellstoff- und Papierindustrie vermittelt.

4. Gesellschaftliche Veranstaltungen

Am Dienstag, dem 18. Mai 1999 findet ein Empfang des Landeshauptmannes von Steiermark im Weißen Saal der Grazer Burg für alle Tagungsteilnehmer statt.

Ebenfalls am 18. Mai 1999 lädt der Bürgermeister der Stadt Graz zu seinem traditionellen Mittagsempfang im Rathaus alle Ehrengäste, Vortragenden und Vorsitzenden der Tagung ein.

Am Mittwoch, dem 19. Mai 1999 findet im Schloßbergrestaurant ein Gesellschaftsabend statt, der von den Firmen

AKZ0 NOBEL CHEMICALS GMBH
ANDRITZ AG
BELOIT AUSTWA GMBH
CAE SCREENPLATES OX
VALMET GES.M.B.H.
VOITH SULZER PAPIERTECHNIK GMBH & CO KG

gesponsert wird.

Für Begleitpersonen ist wieder ein Ganztagsausflug, sowie ein Bummel durch die Grazer Altstadt vorbereitet.

Für die Organisation der Fachtagung/Fachausstellung zeichnet der APV-Graz und die MMD werbeges.m.b.h. verantwortlich.

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