Wien-Tourismus spürt Kosovo-Krise: - 12 % im April

Wien, (OTS) Nach einem erfreulichen ersten Jahresviertel für den Wien-Tourismus wurden negative Einflüsse der Kosovo-Krise im April erstmals spürbar: Insgesamt 585.000 Gästenächtigungen bedeuten einen Rückgang von 12 % gegenüber dem April 1998.

Von den Hauptherkunftsländern gab es mit Ausnahme eines Nächtigungszuwachses aus Österreich und einem ausgeglichenen Ergebnis aus Japan überall rückläufige Nächtigungszahlen. Dabei fällt auf, dass der Rückgang aus den USA nicht so stark war wie aus einigen europäischen Ländern. Betrachtet man die einzelnen Hotelkategorien, so zeigt sich, dass sich das negative Ergebnis
zwar überall auswirkte, die Luxus-Hotels aber mit einem Nächtigungsrückgang von 5 % weit weniger betroffen waren als die anderen Beherbergungsbetriebe, wo die Nächtigungseinbußen überall im zweistelligen Prozentbereich lagen: Ein Zeichen dafür, dass der Geschäftstourismus vom Störfaktor Kosovo-Krise weniger beeinflusst ist. Die Wiener Hotellerie war im April 1999 zu 50,2 % ausgelastet (4/98: 58,5 %)****

Die April-Zahlen schlagen entsprechend auf das Gesamtergebnis der ersten vier Monate 1999 durch: 1,847.000 Nächtigungen bedeuten ein Minus von 1,5 % gegenüber dem Zeitraum Jänner bis April 1998. Die Auslastung der Hotels im ersten Jahresdrittel 1999 betrug 40,5
% (1 - 4/98: 41,7 %)

Die Nächtigungsergebnisse im Detail:

Herkunftsland 1-4/99 + / - 4/99 + / -

Deutschland 386.000 - 9 % 129.000 - 16 %
Österreich 324.000 + 10 % 92.000 + 6 %
Italien 186.000 - 4 % 69.000 - 12 %
USA 113.000 + 6 % 39.000 - 8 %
Japan 86.000 + 1 % 25.000 +/- 0 %
Großbritannien 83.000 + 16 % 22.000 - 6 %
Schweiz 58.000 - 6 % 26.000 - 9 %
Spanien 51.000 + 14 % 17.000 - 15 %
Frankreich 51.000 - 20 % 16.000 - 25 %
GUS 38.000 - 30 % 8.000 - 35 %
Übrige 471.000 142.000
Summe 1,847.000 - 1,5 % 585.000 - 12 %

Aktives Marketing zur Nachfragestärkung

Das touristische Produkt Wiens wurde in den letzten Jahren immer stärker nachgefragt. Die Wiener Szene ist für Gäste aus aller Welt nach wie vor sehr attraktiv. Um im immer stärker werdenden städtetouristischen Wettbewerb weiterhin zu punkten, hat der Wien-Tourismus in der nächsten Zeit viel vor:

o Die Wiener-Szene-Kampagne, die das Angebot der Stadt von

Schönbrunn bis zur Summer
Stage und von der "Lustigen Witwe" bis zum Flex international bewirbt, wird weiter ausgebaut. 2000 unter dem Motto "Motion & Emotion" - mit Großausstellungen von Freud über Cezanne und Karl V. bis Klimt und mit dem neuen Haus der Musik, 2001 - anlässlich der Museumsquartier-Eröffnung - mit einem Jahr der bildenden Kunst.

o Ab Sommer wird der Auftritt der Wiener Szene im Internet neu

strukturiert und designt.
Dazu gehört vor allem der neue Service "Wien-Hotels online" mit der Möglichkeit, über das Web beim Wien-Tourismus freie Zimmer zu buchen - und zwar nicht bloß per E-Mail-Anfrage, sondern direkt aus dem Hotelcomputer des WTV.

o Die längst viel zu kleine zentrale Touristen-Informationsstelle

in der Kärntner Straße 38 wird spätestens im Frühjahr 2000 durch ein neues "Vienna Visitors’ Center" am Albertinaplatz (Ecke Maysedergasse) ersetzt. Der Mietvertrag für das neue Lokal wurde dieser Tage unterschrieben. Gemeinsam mit kommerziellen Partnern wird der Wien-Tourismus dort umfangreiche Gästeservices bieten und damit zu noch mehr Kundenzufriedenheit beitragen.

o Experten der ganzen Branche sind in die Wiener Tourismus

-Offensive ‘99 eingebunden. Ihre Erfahrungen werden zur Angebotsanalyse aufgearbeitet. Wie die Touristen das Angebot bewerten, wird sich aus einer großen Gästebefragung ergeben, die in den nächsten Tagen startet und bis Jahresende läuft. Auf Grund dieser Erhebungen werden Experten im Frühjahr 2000 neue Szenarien für die Weiterentwicklung der Wiener Tourismuswirtschaft entwickeln.
(Schluß) wtv

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