Gastgewerbe: Steuerpauschalierung muß der Realität entsprechen

Kröll: Mindestgewinnschwelle auf 150.000 Schilling senken

PWK - Der vom Finanzministerium im Rahmen der Steuerreform vor kurzem zur Begutachtung ausgesandte Verordnungsentwurf sollte unbedingt nachgebessert werden, meint BSO Komm. Rat Hansjörg Kröll. Die in der Verordnung vorgesehenen Eckdaten müssen für die Unternehmer verkraftbar sein. Eine Pauschalierungsverordnung, die von zu hohen Werten ausgeht, bringe der Branche nichts. ****

Die Mindestgewinnschwelle ist im Verordnungsentwurf, vor allem was die kleinen Familienbetriebe betrifft, mit 220.000 Schilling deutlich zu hoch angesetzt. Die meisten Betriebe können diesen Gewinn in der Realität nie erzielen.

Der Finanzminister geht offensichtlich von einer Umsatzhöhe von mehr als zwei Millionen Schilling aus, die von kleinen Wirtshäusern auf dem Land jedoch kaum zu erreichen ist. Die Gastwirte haben bekanntlich jedes Jahr in den Sommermonaten unter den Zeltfesten diverser Vereine, der Feuerwehren und des Roten Kreuzes zu leiden. Bei diesen Veranstaltungen können praktisch ohne Personalkosten in einigen Tagen Umsätze erzielt werden, von denen die Unternehmer nur träumen können. Für Familienbetriebe sollte daher die Gewinnschwelle deutlich niedriger angesiedelt werden, zum Beispiel mit 150.000 S für Umsätze bis zu 1,2 Mio. und mit 190.000 S für Umsätze darüber.

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