Wohnqualität der Gründerzeitviertel

Ausstellungseröffnung durch Wohnbaustadtrat Werner Faymann

Wien, (OTS) "Die Häuser aus der Gründerzeit bestimmen weite Teile des dicht verbauten Gebietes von Wien. Würde man sie nicht laufend sanieren, sondern wie in anderen Ländern einfach abreißen, ginge ein Teil der Wiener Identität und Unverwechselbarkeit verloren", stellte gestern, Montag, Wohnbaustadtrat Faymann anläßlich der Eröffnung der Ausstellung "Wohnqualität der Gründerzeitviertel" in der Wiener Planungswerkstatt fest. Denn 280.000 Wohnungen Wiens, das sind etwa ein Drittel des gesamten Wohnungsbestandes, (in der mehr als eine halbe Million Menschen wohnen) sind in den dicht bebauten Gebieten Wiens, die von Gründerzeithäusern geprägt sind. Während andere Länder durch "Kahlschlagsanierung" ganze Stadtviertel abreißen und neu errichten, versucht Wien mit den Mietern, aber auch mit den Hauseigentümern, Schritt für Schritt diese Gründerzeitviertel zu revitalisieren und den Substandard in diesen Häusern zu
beseitigen. Dadurch konnte der Substandard in Wien (kein Wasser, keine Heizung in der Wohnung) der im Jahr 1970 noch bei über 50 % (!) der Wohnungen lag, auf deutlich unter 10 % gesenkt werden.
"Die meisten Gründerzeithäuser", so Wohnbaustadtrat Faymann, "besitzen aufgrund ihrer Lage beträchtliche Standortvorteile. Der gute Anschluß an den öffentlichen Verkehr, funktionierende Nahversorgung, das Vorhandensein von Schulen und Kindergärten,
aber auch die kleinräumige Durchmischung mit Arbeitsstätten sind wesentliche Elemente der Wohnqualität in den Gründerzeitvierteln."

"Zu den Problemen der Gründerzeitviertel", so Faymann, "zählt allerdings der Mangel an wohnungsnahem Grün und Erholungsflächen." Zwar wirken die großen innerstädtischen Grünräume wie Prater, Augarten, Stadtpark, Belvederegarten, sehr positiv auf das städtische Klima, doch mit grünen Innenhöfen können darüber hinaus wichtige ökologische "Inseln" geschaffen werden. Die Stadt hat daher in den letzten 15 Jahren rund 150 Mio. Schilling für Hofgestaltungsmaßnahmen zur Verfügung gestellt. Darüberhinaus wurden in mehr als 1.100 Innenhöfen in diesem Zeitraum Hofbegrünungsaktivitäten finanziell unterstützt. Dementsprechend gestaltet und begrünt sind diese Innenhöfe attraktive Erholungsräume für die Bewohner der Gründerzeitviertel.

Die Ausstellung in der Planungswerkstatt zeigt an vielen Beispielen, welche Qualitäten das Wohnen in Gründerzeitvierteln bieten kann. Die Ausstellung ist am Friedrich-Schmidt-Platz 9 vom 18. Mai bis 11. Juni 1999 von Montag - Freitag 9.00-16.00 und Donnerstag 9.00-19.00 geöffnet. Eine Multivisionsschau zum Thema "Grüne Oasen" findet am 10.5. und am 27.5 um 18.00 statt.(Schluß) wj

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