Brauner: Servicepaket für Trauungen außerhalb der Standesämter

Heiraten in Wien nun auch in Schönbrunn oder im Schmetterlinghaus möglich

Wien, (OTS) "Ab 1. Juni stehen heiratswilligen WienerInnen
und BesucherInnen aus aller Welt auch außerhalb der Standesämter einige besonders attraktive Plätze und Räumlichkeiten zur Verfügung, um sich das Ja Wort zu geben", kündigte die Personal-und Konsumentenstadträtin Mag. Renate Brauner und der Direktor des Wiener Tourismusverbandes Mag. Karl Seitlinger am Dienstag im Pressegespräch des Bürgermeisters an. Konnte man sich bei kirchlichen Trauungen immer schon schöne Kirchen aussuchen, so war die standesamtliche - und damit rechtsgültige - Eheschließung bisher nur in Amtsgebäuden und im Rathaus möglich.

Brauner sieht dieses Service als besonders augenfälligen Schritt in Richtung Magistrat als Dienstleistungsbetrieb. Andererseits sei man den Wünschen der Tourismuswirtschaft nachgekommen, auch in Wien, laut dem Motto des Tourismusverbandes "der Stadt der Träume", mehrere Örtlichkeiten für stilgerechtes Heiraten auszuwählen.

Seitlinger: "Wien bietet heute eine vielfältige Szene für den Gast. Diese reicht von der historisch-romantischen Stadt bis zum modernen Wien. Mit dem Heiratsservice können wir dieses Repertoire bereichern." Zu den damit verbundenen Aussichten meinte er, daß dadurch kaum ein großer Boom zu erwarten sei, in einem kleinen Tourismussegment allerdings sicher ein zusätzlicher Anreiz für den Besuch in Wien geboten würde.****

Heiraten: Auf dem Wasser, über den Dächern Wiens, imperial oder kunstbetont

Die Wiener StandesbeamtInnen werden quasi als Pilotversuch,
wie die Personalstadträtin betonte, nach Vereinbarung künftig auch außerhalb der Standesämter bereit stehen, um stilgerecht die Abgabe des Ja-Worts, den Ringwechsel und das Unterschreiben des Trauungsaktes zu begleiten:

o Altes Rathaus (der frühere Amtssitz der Wiener Bürgermeister

mitten in der Altstadt lockt mit barocker Solidität)
o Belvedere (in Prinz Eugens Sommerwohnsitz, dem Unteren

Belvedere, lädt der Groteskensaal ein)
o vor Anker liegende Donauschiffe (nach dem standesamtlichen

Ja-Wort legt die DDSG Blue Danube für Heiratsfahrten auf Donauwellen ab)
o Hofburg ("Du, glückliches Österreich, heirate!" - die Radetzky

-Appartements stehen bereit)
o Hundertwassers KunstHausWien (das Ja-Wort zwischen Mapplethorpe

und Picasso - auch wenn eine glückliche Ehe bereits ein
Kunstwerk sein kann)
o Oldtimer-Straßenbahn ("Karlsplatz, bitte alles einsteigen!" -

zur Hochzeit vor dem Otto-Wagner-Stadtbahn-Pavillon)
o Rathaus (die Steinernen Säle am Ende der eindrucksvollen

Feststiegen waren schon bisher gelegentlich Schauplatz von Trauungen Prominenter)
o Riesenrad (bei der Heirat über den Dächern schweben, aber doch

erdverbunden)
o Schloss Schönbrunn (die Weißgold-Zimmer im Parterre bieten

Ausblick und Ausgang direkt in den Schlosspark)
o Schmetterlinghaus (im Palmenhaus im Burggarten wird die

Hochzeitsgesellschaft live umflattert)

Gerade diese Liste zeige, so Brauner, dass wir den
BürgerInnen den oft schönsten Tag in ihrem Leben in einer schönen Atmosphäre ermöglichen wollen, andererseits vielen BesucherInnen aus dem In- wie Ausland Wien als absolut besuchenswerte
Heiratsstadt anpreisen.

Hochzeitspaare werden von diesem Extraservice der Verwaltung
in der Zeit von 9 bis 18 Uhr, unter der Woche, am Samstag in der Zeit von 9 bis 12 Uhr Gebrauch machen können. Allerdings bat die Personalstadträtin bereits jetzt um Verständnis dafür, dass vielleicht nicht jeder Wunsch am Idealtag berücksichtigt werden kann.

Die 38 StandesbeamtInnen (darunter 20 Frauen und 18 Männer) hätten bei insgesamt 7.800 Trauungen pro Jahr, darunter rund ein Drittel in der Hauptheiratszeit (vom Mai bis August), nur begrenzt Extrakapazitäten. Gerade da eine Heirat außer Haus eine längere Anfahrtszeit und mehr Vorbereitungszeit koste, könne vielleicht nicht jeder Wunsch ad hoc berücksichtigt werden.

"Der Magistrat versteht sich hier nur als Mittler zwischen
den Hochzeitspaaren und den Anbietern und nicht als Organisationsbüro für Hochzeiten. Hier gibt es jedoch von Seiten des Wiener Tourismusverbandes und der Veranstaltungsagentur ´Wien Büro´ konkrete Angebote", versichert Renate Brauner. Das Paar müsse sich individuell oder durch Hilfe der Agentur um die Termine und Ausstattung kümmern.

Aussertourliches Service kostet 5.000 Schilling extra

Als Kosten für eine Trauung außer Haus müssen Hochzeitspaare den zuständigen Standesämtern eine Kommissionsgebühr von 5.000 Schilling entrichten. Damit wird der zusätzliche
Verwaltungsaufwand pauschal abgegolten.

Brauner: "Dabei unberücksichtigt sind selbstverständlich jene Kosten, welche die diversen Veranstalter für Räumlichkeiten, Catering, Blumenschmuck, technische Ausstattung usw. verrechnen." Diese Kosten, so der Tourismusverband, werden je nach Örtlichkeit auf mindestens 14.000 Schilling geschätzt.

Über das neue Angebot informieren vorerst Merkblätter, die bei allen Wiener Standesämtern aufgelegt werden. Außerdem plant der Wien-Tourismus für den internationalen Einsatz eine attraktive Broschüre, mit der sich die Stadt als die mitteleuropäische Hochzeitsmetropole empfehlen wird.

"Auf welches Echo dieses Service des Magistrats einerseits,
der Anbieter andererseits treffen wird, sei schwer einzuschätzen. Bisher wurden pro Jahr rund 150 Trauungen in der gediegenen Atmosphäre des Alten und Neuen Rathauses angemeldet. Dies wird
sich wohl auf mehrere Hundert summieren", so die abschließende Prognose Brauners. (Schluß) wb

*** OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER

VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS ***

Rückfragen & Kontakt:

Mag. Wolfgang Briem
Tel.: 4000/81 853
e-mail: brw@gif.magwien.gv.at

PID-Rathauskorrespondenz: www.magwien.gv.at/vtx/vtx-rk-xlink/

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NRK/NRK