Derzeit 456 Kosovaren in Betreuung der Stadt Wien

Brauner besucht Wiener Flüchtlingsunterkunft in Stockerau

Wien, (OTS) Von der Unterbringung und der Betreuung von Flüchtlingen aus dem Kosovo konnte sich die Wiener Frauen- und Personalstadträtin Mag Renate Brauner im Großquartier Stockerau am Montag persönlich überzeugen. In der vom Militärkommando Wien der Stadtverwaltung und der Caritas als leitende Organisation zur Verfügung gestellten Kaserne sind derzeit 158 Personen untergebracht. Mit den 224 Kosovaren, die im Mauthner
Markhof´schen Kinderspital oder den rund 80 privat untergebrachten Vertriebenen summiert sich die Zahl der Flüchtlinge in Wien auf rund 460 Personen, so die quantitative Zwischenbilanz Brauners.

Mit Abschluss der Aufnahmeaktion Anfang Juni 962 Kosovaren in Wien

Bis zum Abschluss der laufenden Aufnahmeaktion in der ersten Juniwoche werden noch circa 500 Flüchtlinge in Wien erwartet.
Diese finden entweder in Stockerau, im Krankenhaus auf der Baumgartner Höhe, bei Bedarf auch in der Triesterstraße bzw. im Charlotte Bühler Heim weitere Unterbringungsmöglichkeiten. Brauner hob jedoch hervor, dass es das Ziel der Hilfsaktion sei, die Kosovaren vorrangig bei Verwandten oder zumindest in Quartieren in der unmittelbaren Nähe unterzubringen.****

Wien hilft: Gesundheitschecks und psychologische Hilfe

Brauner konnte sich vor Ort von der Qualität der
Unterbringung und der Betreuung überzeugen, andererseits auch auf weitere Wünsche und Anregungen eingehen. Gleichzeitig ergriff sie die Chance, allen Beteiligten, ob nun Dienststellen des
Magistrats, den Hilfsorganisationen, den Sponsoren aus der Wirtschaft und den vielen WienerInnen recht herzlich für die großzügige Unterstützung zu danken.

Obschon als Sofortmaßnahme alle ankommenden Flüchtlinge von erfahrenen Ärzten untersucht würden, eruierte die Frauenstadträtin auch den Bedarf nach spezifischer medizinischer Hilfe. Ein erfahrenes Team der Wiener Frauengesundheitsbeauftragten stünde zudem bereit, sich der (geschlechts-) spezifischen Probleme und Sorgen v.a. der Frauen anzunehmen.

Dies treffe auch auf die Notwendigkeit psychologischer Unterstützung zu. In Zusammenarbeit mit dem Psychologenverband
Wien werde ein Betreuungskonzept erarbeitet, um zielgruppenorientierte Modelle abgestimmt auf etwa
Kinderbetreuung, Frauenprogramm oder männliche Jugendliche anzuwenden.

Schulen für Flüchtlingskinder sind bereits organisiert

Alle schulpflichtigen Kinder im Mautner-Markhof´schen Kinderspital, so die Auskunft der Bereichsleiterin für
Integration, Dr. Elisabeth Mezulianik, sind in Volks- bzw. Hauptschulen der näheren Umgebung untergebracht. Diese werden von albanisch sprechenden LehrerInnen betreut. Die älteren SchülerInnen (15-jährigen) besuchen einen polytechnischen Lehrgang. Für die SchülerInnen in Stockerau sind die Vorbereitungsarbeiten zur Einschulung voll im Gange.

Für Kinder im Vorschulalter bietet sich ein Projekt der Kinderfreunde an, "ihnen durch nonverbale Methoden ihre Traumas
und Erfahrungen aufarbeiten zu helfen", so Brauner. Und: Ein Kindergarten aus dem 3. Wiener Gemeindebezirk hat sich angeboten,
20 Kinder und deren Mütter am Vormittag aufzunehmen und in den Kindergartenalltag zu integrieren.

Für StudentInnen wurde ein Kontakt zur Österreichischen Hochschülerschaft hergestellt. Obschon ein reguläres Studium derzeit nicht möglich sei, wird den StudentInnen aus dem Kosovo
das Hineinschnuppern in die Unis und einzelne Institute
ermöglicht. Einzelne englischsprachige Veranstaltungen können besucht werden.

Sprachkurse gegen die Isolation und für ein Miteinander

Damit sich die Menschen aus dem Kosovo im Aufnahmeland verständlich machen können, sie einen sozialen Kontakt zu ihrer Umwelt in Österreich herstellen können, würden in Zusammenarbeit mit dem Wiener Integrationsfonds Deutschkurse organisiert,
erklärte dessen Geschäftsführer Hannes Seitner. So wird es möglich sein, ein differenziertes, auf die einzelnen Bedürfnisse abgestimmtes Kursprogramm (Anfänger bis Fortgeschrittene) zu erstellen.

Abschließend hob Brauner einige Initiativen hervor, die den Alltag der Flüchtlinge abwechslungsreich machen sollen. Zuallererst, so die Auskunft der Caritas in Stockerau, würden sie aktiv in den Quartieralltag durch Mithilfe in der Küche, Wäscherei, beim Saubermachen usw. eingebunden werden. Darüberhinaus wird den Wiener Flüchtlingen ein Wienpotpourri mit Praterbesuch, Tiergarten Schönbrunn, Näh- und Stricknachmittagen für interessierte Frauen, Sandkistenspielen mit den Kleinsten bishin zu individuell organisierten Radausflügen geboten. (Schluß) wb/

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