Wirksamkeit von Herceptin(R) bei der Behandlung von fortgeschrittenem Brustkrebs bei Präsentationen anläßlich einer Krebskonferenz demonstriert / Neue Befunde zeigen deutliche Lebensverlängerung

London (ots-PRNewswire) - Neue Informationen über die Wirksamkeit von Herceptin als ein Wirkstoff gegen Brustkrebs wurden in drei getrennten Präsentationen bei der jährlichen Wissenschaftstagung der American Society of Clinical Oncology (ASCO) vorgestellt. Führende Krebsspezialisten, die an dieser Konferenz in dieser Woche in Atlanta, Georgia teilnahmen, erfuhren von dem positiven Behandlungseffekt von Herceptin, wenn es als Wirkstoff bei fortgeschrittenem - oder metastasiertem - Brustkrebs eingesetzt wird.

Die Präsentationen bewerteten die Wirkung von Herceptin auf die gesamte Überlebensrate, die Möglichkeiten, die Lebensqualität des Patienten zu verbessern, und die Wirksamkeit, wenn der Wirkstoff in Kombination mit dem oft verwendeten chemotherapeutischen Wirkstoff gegen Brustkrebs, Taxol, verwendet wird. Hunderte von Forscher und Patienten aus ganz Europa, den Vereinigten Staaten und Kanada nahmen an den Studien teil.

Die neuen Befunde liefern nicht nur wichtige Informationen über die klinische Wirksamkeit von Herceptin, sondern bieten auch Einsichten in den Einfluß eines bestimmten Rezeptors, der auf der Oberfläche von Brustkrebszellen vorgefunden wurde. Der Rezeptor mit dem Namen HER2 findet sich bei manchen Frauen mit Brustkrebs besonders häufig. Ein gesteigertes Vorkommen von HER2 ist ein Marker für eine sehr aggressive Form von Brustkrebs. Die Forscher glauben, daß etwa 30 Prozent aller Brustkrebserkrankungen mit einem gesteigerten Vorkommen von HER2 einhergehen. Herceptin wirkt durch die Blockierung dieses HER2-Rezeptors und wird so zu einem potentiell wirksamen und zielgerichteten Mittel im Kampf gegen Brustkrebs.

Die Gesamtüberlebenszeit verbessert sich, wenn Herceptin innerhalb einer Chemotherapie angewendet wird

In einer kontrollierten Zufallsstudie an 469 Frauen mit metastasiertem Brustkrebs hat die Zugabe von Herceptin zu den herkömmlichen Wirkstoffen in der Chemotherapie die Überlebensrate im Vergleich zu den Frauen, die lediglich Chemotherapie bekamen, deutlich verbessert. Alle Frauen in dieser Studie wurden positiv auf HER2-Überzähligkeit getestet. Die präsentierten Daten zeigten, daß die Kombination von Herceptin und Chemotherapie die Todesrate im Vergleich zur alleinigen Chemotherapie um 23 Prozent senkten.

Nach dem Mittelwert aus einer Folgeperiode von 29 Monaten ist festzustellen, daß Frauen, die mit einer Kombination von Herceptin plus Doxorubicin (oder Epirubicin) und Cyclophosphamid (Anthracyclin-Therapie) oder Herceptin plus Paclitaxel (Taxol) behandelt wurden, durchschnittlich fünf Monate länger überlebten als die Frauen, die mit Chemotherapie-Medikamenten allein behandelt wurden (25,4 Monate gegenüber 20,3 Monaten). Diese neuen Ergebnisse erweitern die früheren Befunde und demonstrieren erneut, wie Herceptin als Wirkstoff gegen fortgeschrittenem Brustkrebs wirkt und dabei helfen kann, daß Patienten länger leben.

Dr. med. George W. Sledge vom Indiana University Medical Center erläuterte den Delegierten: "Angesichts dieser Ergebnisse denke ich, daß Herceptin jetzt zu einer sehr kleinen Liste von Wirkstoffen gehört, die sich in einer randomisierten Studie als wirksam erwiesen haben bei der Verbesserung der Gesamtüberlebensrate bei metastasiertem Brustkrebs ... das ändert alles. Tests auf HER2 und die Therapie mit Herceptin sollten als Teil in die Routinebehandlung bei metastasiertem Brustkrebs aufgenommen werden."

Diese Ergebnisse waren besonders beeindruckend, weil das Erhebungsprotokoll den Patienten, deren Krankheit fortschritt, die Herceptin-Therapie und/oder andere Krebsbehandlungen ermöglichte. Auf diese Weise erhielten viele Patienten, die im Rahmen der Zufallsstudie lediglich für die Chemotherapie vorgesehen waren, schließlich auch eine Behandlung mit Herceptin, was den offensichtlichen Behandlungsvorteil innerhalb der Gruppe, die von Beginn an Herceptin erhielt, hätte reduzieren können. Die Ergebnisse zeigen, daß die verbesserten Wirkungsraten mit Überlebensvorteilen einhergehen, und legen nahe, daß die frühe Behandlung mit Herceptin wichtig ist, um eine optimale Wirkung zu erreichen.

Außerdem wurde Herceptin sehr gut vertragen. Es gab einige Fälle von schweren Herzfunktionsstörungen, die in der Gruppe von Herceptin plus AC häufiger vorkamen. Ärzte kennen Herzfunktionsstörungen als eine Nebenwirkung der AC-Therapie. Die Studie wurde von der Multinational Herceptin Investigator Group durchgeführt, beteiligt waren Forschungszentren in München, Barcelona, Montreal, New York, Los Angeles, Chicago, Seattle und South San Francisco.

Höhere Lebensqualität durch die Verwendung von Herceptin

Während die konventionellen Behandlungsmethoden bei Brustkrebs durch den Stopp des Tumorwachstums erfolgreich sein können, töten sie doch oft ohne Unterschied gesunde wie auch bösartige Zellen und verursachen Nebenwirkungen wie Erbrechen, Haarausfall und die Zerstörung von Zellen des Immunsystems. Diese Nebenwirkungen können wesentlich zu einem deutlichen Verlust in der allgemeinen Lebensqualität des Patienten beitragen.

Die Forscher, die die Auswirkung von Herceptin auf eine Reihe von Faktoren der Lebensqualität untersucht haben, entdeckten ermutigende Ergebnisse bei 222 Frauen in 56 Zentren in sieben Ländern mit fortgeschrittenem Brustkrebs, die an der Studie über einen Wirkstoff ohne Blindversuchsanordnung teilnahmen.

Teilnehmer an der Studie, die bereits ein oder zwei unterschiedliche Chemotherapie-Behandlungen erhalten haben, haben einen standardisierten Fragebogen zur Lebensqualität zu Beginn der Studie und danach in 12wöchigen Intervallen ausgefüllt. Die Frauen berichteten über ihre Gefühle und Fähigkeiten in fünf Kategorien:
gesamte Lebensqualität, körperliche, soziale und Rollenbefindlichkeiten und Ermüdung. Eine Analyse der Daten, die bei der ASCO präsentiert wurde, befand, daß die Gabe des einzigen Wirkstoffes Herceptin die Bewertungen der allgemeinen Lebensqualität und der sozialen Befindlichkeit deutlich verbessert hat.

"Die Daten, die bei der diesjährigen ASCO-Konferenz vorgestellt wurden, sind außergewöhnlich und wirklich ermutigend für alle, die an der Behandlung von Frauen mit fortgeschrittenem Brustkrebs beteiligt sind,” sagte Prof. Erich Platzer, Therapeutic Area Director, Onkologie bei Roche Pharmaceuticals. "Je mehr wir über Herceptin forschen ob als einziges Medikament oder in Kombination mit anderen Wirkstoffen -, desto mehr erfahren wir über die zielgerichteten und wirksamen Fähigkeiten dieses Medikaments bei der Verhinderung des Tumorwachstums, während es gleichzeitig den Patienten die inakzeptablen Nebenwirkungen erspart. Sicher kann das größere Verständnis von Herceptin und dem HER2-Ansatz der onkologischen Gemeinschaft dabei helfen, verbesserte Behandlungsmöglichkeiten für Menschen mit den aggressiveren, fortgeschrittenen Krebsarten zu finden.”

HER2+ Patienten erfahren deutliche Vorteile aus der Kombination wöchentlicher Gaben von Taxol & Herceptin

Eine Studie über 63 Patienten mit metastasiertem Brustkrebs, die bei der ASCO-Konferenz präsentiert wurde, legt nahe, daß die Kombination von wöchentlichen Gaben von Taxol und Herceptin eine allgemein gute Wirksamkeit zeigt.

Als die Forscher die Ergebnisse von Patienten, die den Versuch der Phase II abgeschlossen hatten, bewerteten, demonstrierten 52 Prozent eine Reaktion auf die Therapie. Die Reaktionsraten unter den HER2-positiven Patienten waren mit 62 Prozent sehr ermutigend.

Frauen, die an der Studie teilnahmen, hatten bereits eine bis drei vorherige Chemotherapien hinter sich, und 21 Prozent unter ihnen reagierten nicht auf Anthracycline, dem unter den Teilnehmern am häufigsten verschriebenen Wirkstoff. Periphere Neuropathie, also die Reduktion des Empfindens in Händen und Füßen, war die am häufigsten berichtete wichtige Nebenwirkung.

Zu den Leitern der Studie gehörten Experten für Brustkrebs am Memorial Sloan-Kettering Cancer Center in New York und dem M.D. Anderson Cancer Center in Houston, Texas. Die Ergebnisse dieser Studie legen nahe, daß Herceptin gut vertragen wird und sehr effektiv zu sein scheint, wenn es in Kombination mit einer wöchentlichen Gabe von Taxol gegeben wird.

Roche Pharmaceuticals

Herceptin wurde von Genentech entdeckt und entwickelt, einem führenden US-amerikanischen Biotechnologie-Unternehmen, an dem Roche einen 67prozentigen Anteil hält. Im Juli 1998 übertrug Genentech Roche die exklusiven Marketingrechte für Herceptin außerhalb der Vereinigten Staaten. Roche und Genentech werden überdies in einem gemeinsamen globalen Entwicklungsprogramm gegen andere solide Tumore wie nicht-kleinzelligem Lungenkrebs und Dickdarmkrebsen zusammenarbeiten.

Roche, das seinen Hauptsitz im schweizerischen Basel unterhält, ist ein auf dem Weltmarkt führendes Unternehmen für auf Forschung begründete Gesundheitsprodukte, dessen Hauptgeschäfte Pharmazeutika, Diagnostik, Vitamine und Duft- und Geschmacksstoffe sind. Roche entdeckt, entwickelt und vermarktet verschreibungspflichtige Medikamente für die wichtigsten Behandlungsgebiete wie Erkrankungen des zentralen Nervensystems, Virologie, Kardiologie, Onkologie, Infektions- und Autoimmunerkrankungen, Dermatologie, Stoffwechselstörungen und Erkrankungen der Luft- und Atemwege.

ots Originaltext: Roche Pharmaceuticals Im Internet recherchierbar:
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Rückfragen bitte an: Robin Gallon, Tel. +44-1-235-554627 oder vor Ort bei ASCO: Kim Callahan, Tel. (USA) 917-856-9580 beide für Roche Pharmaceuticals

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