Förderpaket zur Geschäftssanierung

Neue Stadterneuerungs-Förderungen sollen attraktiveren Wohnraum schaffen und leerstehende Geschäfte reduzieren

Wien, (OTS) "Mit der nun erzielten Einigung machen wir einen wichtigen Schritt auf dem Weg zu einer langfristigen Sicherung der Nahversorgung und Bekämpfung von leerstehenden Geschäftslokalen. Sowohl die Bewohner als auch die Wiener Wirtschaft werden von den Verbesserungen profitieren", gaben sich Wohnbaustadtrat Werner Faymann und der Wiener Wirtschaftskammerpräsident Walter Nettig anläßlich der gemeinsamen Präsentation der verbesserten Förderungsmöglichkeiten für die Stadterneuerung überzeugt.

Das Maßnahmenpaket im Detail:

Geschäfts- und Betriebsflächen in Wohnhäusern werden künftig voll in geförderte Sockelsanierungen und Totalsanierungen einbezogen, wodurch ein wichtiger Schritt zur Reduzierung oder Vermeidung leerstehender Geschäftslokale gesetzt wird. Eine Erhebung der Wirtschaftskammer zeigt, daß fast zwei Drittel der leerstehenden Lokale kleiner als 50m² und damit wirtschaftlich nicht lebensfähig sind. Künftig soll die Zusammenlegung solcher Lokale gefördert werden. Ein weiterer Schwerpunkt liegt bei der Errichtung eines zeitgemäßen sanitären Standards und der Beseitigung von Baumängeln etwa im Portalbereich. Rund 150 leerstehende Lokale mit einem Sanierungsvolumen von rund 30 Millionen Schilling könnten laut Experten jährlich in den Genuß der Förderung kommen. Die Förderung besteht aus einem nicht rückzahlbaren Zuschuß von 25 Prozent der Baukosten und einem Zinszuschuß zu einem Darlehen auf die restlichen 75 Prozent.

Durch die kostenlose Prüfung der Wohnhäuser durch den Wiener Bodenbereitstellungs- und Stadterneuerungsfonds (WBSF) vor Beginn der Sanierung soll eine Verfahrensvereinfachung erzielt werden und damit die Hauseigentümer zur Sanierung motiviert werden.

Die Doppelprüfung durch WBSF und MA 25 wird abgeschafft, wodurch die Dauer der Verfahren um rund sechs Monate verkürzt
wird. Auch die Zustimmung zum vorzeitigen Baubeginn soll in
Zukunft wesentlich rascher vonstatten gehen.

Für Dachgeschoßausbauten im Rahmen von Sockelsanierungen in erneuerungsbedürftigen Stadtteilen sind künftig keine Eigenmittel mehr erforderlich.

Ein erleichterter Zugang zur Aufzugsförderung soll Impulse
zur Schaffung eines zeitgemäßen Wohnstandards setzen.

Für Maßnahmen, die Behinderten oder Senioren zugute kommen, wird der Zugang zu Fördermitteln erleichtert.

In Zukunft wird der Experten-Arbeitskreis an einer weiteren Beschleunigung der Förderungsverfahren arbeiten. Darüber hinaus hat man sich, abhängig von den finanziellen Möglichkeiten, die Schaffung einer neuen Förderschiene zur thermischen Sanierung der Nachkriegsbauten zum Ziel gesetzt. (Schluß) su/

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