Auf der Prater Hochstraße läuft neue Bauphase an

Nochmals große Verkehrsumstellung - Zukunftsweisende Technologie wird angewendet

Wien, (OTS) Die Generalinstandsetzung bzw. Erneuerung im Bestand der Prater Hochstraße im Verlauf der A 23/Südosttangente unter der Federführung der MA 29 - Brückenbau und Grundbau (Geschäftsgruppe Planung und Zukunft) macht wieder einen großen Schritt vorwärts: Am Mittwoch, dem 19. Mai, beginnt die dritte Bauphase, die voraussichtlich bis November 1999 dauern wird. Es laufen die Abbrucharbeiten für die Errichtung des letzten Tragwerksbereichs (stromabwärts gelegen) an. Dazu ist eine Verkehrsumstellung notwendig, die in der Nacht von Mittwoch, 19. Mai, auf Donnerstag, vorgenommen wird und folgendermaßen ablaufen soll:

o Um 20 Uhr Einengung der Richtungsfahrbahn Norden (Kagran) auf

zwei Fahrstreifen.
o Um 22 Uhr Einengung dieser Richtungsfahrbahn auf eine Spur mit

einer Breite von 4 Metern, um die neuen Fahrstreifen zu
markieren und die Leitwände anpassen zu können.
o Ab 5 Uhr früh werden wieder drei vollwertige Fahrstreifen - und

nunmehr auf dem zweiten neuen Brückenteil - zu befahren sein.
o Für die Fußgänger und Radfahrer wird es keine Veränderungen

geben. Die provisorischen Wege bleiben auch während der neuen Bauphase neben der Prater Hochstraße auf der Seite des Lusthauses, also stromabwärts.

Grundsätzlich liegen die Arbeiten im Bauplan, die winterbedingten Verzögerungen konnten durch weitere Optimierungen der Bauabläufe aufgeholt werden. Zur neuen Bauphase der Bauleiter der MA 29, TAR Ing. Rudolf Rinner: "Ab dieser Bauphase läuft der gesamte Verkehr in beiden Richtungen bereits auf den neu hergestellten Brückentragwerken. Das bringt auch eine spürbare Lärmminderung mit sich. Darüber hinaus ist auch die Durchführung von Schwertransporten - also mit Fahrzeugen von Achslasten über fünfundzwanzig Tonnen - in beiden Richtungen auf der Prater Hochstraße möglich geworden. Die Fahrbahndeckschichte weist im Endausbau mit sechzehn Zentimetern Stärke eine um 30 Prozent höhere Dicke auf, damit wird der Zeitraum für allfällige Belagsarbeiten und damit die Kostenfrage deutlich erstreckt".

Zukunftsweisende Technologie bei den Brückenanschlüssen

Ein "Sorgenkind" der alten Konstruktion bildeten die Brückenanschlüsse (Dilatationen), die Reparaturhäufigkeit in den letzten Jahren stieg und außerdem waren die insgesamt 12 dieser Konstruktionen die Ursache eines entsprechenden Lärmpegels. Eine neu durchdachte Konstruktion - in Zusammenwirken der Fachleute in der MA 29 mit österreichischen Firmen (VOEST, Reisner & Wolf) -soll hier Abhilfe schaffen und vor allem die Abrollgeräusche beim Überfahren der Dehnfugenkonstruktionen deutlich reduzieren. Anstelle des bisherigen Dutzends werden nur mehr zwei Dehnfugenkonstruktionen an den Brückenenden zu finden sein. Sie müssen allerdings Dehnungswege bis zu 46 (!) Zentimetern Länge aufnehmen. Fingerartig ineinandergreifende Lamellen aus acht Zentimeter starken Stahlblechen sind dazu vorgesehen. Dazu Rinner:
"Diese Konstruktionsüberlegung geht von Wien aus, sie wurde unter Mitwirkung unserer Magistratsabteilung konzipiert und in Vorprüfungen durch die Versuchsanstalt Arsenal bereits getestet. Sie ist geeignet, die großen Dehnwege aufzunehmen, auch auf die entsprechende Oberflächengriffigkeit, nicht zuletzt in Hinblick
auf einspurige Fahrzeuge, wurde das Augenmerk gerichtet".

Bewährt hat sich bisher auch das Stahlleitwandsystem als Sicherheitseinrichtung, das aus einer durchgehenden Stahlgleitwand mit leicht kippbaren Einzelstehern aufgebaut ist und damit einer günstigen Energievernichtung im Anprallfall dient. Der neue Abstellstreifen mit einer Breite von 3 Metern wird bei zukünftigen Instandsetzungsmaßnahmen eine optimale Verkehrsführung mit jeweils drei Spuren wie schon jetzt ermöglichen.

Auch in der nunmehr zu Ende gegangenen (zweiten) Bauphase
waren wieder beachtliche Massen zu bewältigen. Es wurden (Zahlen gerundet)

o 1.700 Kubikmeter Beton abgebrochen und recyclet
o 1.000 Tonnen Stahl eingebaut
o 3.000 Kubikmeter Beton eingebaut
o 6.650 Quadratmeter Isolierungen auf Beläge aufgebracht.

Bei den Fahrbahnbelägen handelt es sich um Gußasphalt, dessen lange Lebensdauer bereits auf zahlreichen von der MA 29 betreuten Objekten unter Beweis gestellt wurden. (Schluß) pz/vo

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