AK: Bachelor-Studium muß bessere Chancen am Arbeitsmarkt bringen

Wissenschaftsministerium muß Arbeitsmarktchancen prüfen, bevor es neue Studien genehmigt

Wien (OTS) – Wenn in Österreich Bachelor-Studien eingeführt werden, müssen die Absolventen Chancen am Arbeitsmarkt haben, muß der Zugang von Berufstätigen zum Studium gewährleistet bleiben, müssen die kürzeren Studien in der vorgeschriebenen Zeit abgeschlossen werden können, müssen verschiedene Studienangebote zumindest regional aufeinander abgestimmt werden. Zugangsbeschränkungen, auch zu den weiterführenden Master-Studien, müssen dezidiert ausgeschlossen werden. Nur unter diesen Bedingungen dürfen in Österreich dreigliedrige Studien nach anglo-amerikanischem Vorbild eingeführt werden, erklärte heute, Montag, die AK. Das Wissenschaftsministerium soll einzelne Bachelor-
Studien nur genehmigen dürfen, wenn die genannten Bedingungen erfüllt sind. Das müsse im entsprechenden Gesetz im Unterschied zum jetzigen Entwurf ausdrücklich festgehalten werden, verlangt
die AK. ****

Für die AK machen Änderungen im österreichischen Studiensystem nur Sinn, wenn dadurch die Studienbedingungen verbessert und nicht verschlechtert werden. Deshalb dürfe der Gesetzesentwurf des Wissenschaftsministeriums erst beschlossen werden, wenn wichtige Voraussetzungen für die Einführung von Bachelor-Studien geklärt sind:

+ Noch ist unklar, ob Absolventen kürzerer Studien überhaupt Chancen am österreichischen Arbeitsmarkt haben. Dies betrifft auch den Bereich der Berufsberechtigungen. Das muß das Wissenschaftsministerium für jedes einzelne Fach prüfen, bevor es ein Bachelor-Studium genehmigt.

+ Zwei Drittel der Studierenden sind berufstätig. Sie brauchen Studienangebote, die sich mit der Berufstätigkeit vereinbaren lassen. Die Einführung von Bachelor-Studien darf nicht mit der Einführung eines Studienplans gekoppelt werden, durch den ein Studium für Berufstätige unmöglich wird. Die neuen Studienmodelle dürfen keinesfalls direkt oder indirekt zu Zugangsbeschränkungen führen.

+ Vor Einführung von Bachelor-Studien muß gewährleistet sein, daß es ausreichend Lehrveranstaltungen gibt, damit das jeweilige
Studium tatsächlich in der vorgeschriebenen Zeit abgeschlossen werden kann.

+ Zumindest regional müssen die Angebote von Bachelor-, Akademie-und Fachhochschulstudien aufeinander abgestimmt werden.

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