Muzik: VP-Agrarpolitik nahe der Bankrotterklärung

Nach jahrelangem Lobbying für agrarische Großbetriebe stehen Tausende Klein- und Nebenerwerbsbauern vor dem "Aus"

St. Pölten, (SPI) - "Seit Jahren ist in der Bundesregierung für die Agrarpolitik VP-Minister Molterer zuständig, seit Jahren stellt die ÖVP-Bauernbund in Niederösterreich den Landeshauptmann und auch das Agrarressort ist in Niederösterreich seit Jahrzehnten fest in den Händen der ÖVP - und genau deshalb sehen sich die vielen Klein- und Nebenerwerbslandwirte immer mehr in ihrer Existenz bedroht. Die ÖVP-Agrarpolitik, die sich Jahrzehnte auf das Lobbying von agrarischen Großbetrieben konzentriert hat, ist nahe der Bankrotterklärung", kritisiert der Landwirtschaftssprecher der NÖ Sozialdemokraten, Abg. Hans Muzik.****

Die Sozialdemokraten in Bund und Land verstehen die Sorgen und die Verzweiflung vieler Landwirte. Ein Grund für die immer schwieriger werdende Einkommenssituation ist nämlich die von der ÖVP über Jahrzehnte verteidigte und einzementierte Förderpolitik - sowohl im Land, als auch im Bund -, die Großbetriebe über Gebühr bevorteilt. Dies bewirkt, daß flächenstarke Großbetriebe von allen Förderungen, die je Hektar bzw. je Anzahl der gehaltenen Tiere ausbezahlt werden, wesentlich mehr profitieren als durchschnittliche und klein strukturierte landwirtschaftliche Familienbetriebe. In Österreich ist aber die kleinstrukturierte Landwirtschaft von entscheidender Bedeutung.

Für ein Überleben zahlreicher Klein- und Mittelbetriebe ist es von besonderer Bedeutung, daß soziale Kriterien wesentlich stärker als bisher berücksichtigt werden. Einer sozial gerechten Verteilung sind aber die bisherigen Bestimmungsfaktoren - wie Fläche, Anzahl der Rinder, etc. - im Weg. Weiters müssen neue Einkommensmöglichkeiten, beispielsweise im Bereich der Landschaftspflege, des Naturschutzes und der Vermarktung von Bioprodukten erschlossen werden. "Wäre die Volkspartei in Bund und Ländern, aber auch die Konservativen in Brüssel nicht jahrelang gegen eine Änderung der Förderrichtlinien aufgetreten, könnte heute bereits ein gerechteres und sozialeres Fördersystem verwirklicht sein und viele Landwirte hätten weniger Sorgen über ihre Zukunft”, so der SPNÖ-Agrarsprecher.
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