Weiterbau des Kernkraftwerkes Temelin

Sobotka: Anti-Atom-Strategie fortsetzen

St.Pölten (NLK) - Niederösterreich ist bestürzt über die Entscheidung der tschechischen Regierung, das Kernkraftwerk Temelin nun doch weiterzubauen. Diese Entscheidung stößt umso mehr auf Unverständnis, da durch den Bericht der Temelin-Experten-Kommission vom März 1999 und durch die jüngste "Stranded-Cost-Analyse", erstellt durch den NÖ-Atomrechtsbeauftragten Dr. Christoph Herbst, eine Fertigstellung und Inbetriebnahme dieses Kernkraftwerkes als unökonomisch gilt. Bereits jetzt herrscht Stromüberkapazität in unserem Nachbarstaat.

"Die NÖ Landesregierung wird nun den Druck auf die österreichische Bundesregierung erhöhen, damit das Thema Nukleare Sicherheit als ein zentrales Thema bei den Beitrittsverhandlungen der Tschechischen Republik mit der EU verhandelt werden wird. Denn mit diesem Beschluß zum Weiterbau ignoriert die tschechische Regierung nicht nur das hohe Sicherheitsrisiko für seine eigene Bevölkerung, sondern auch jenes der österreichischen Bevölkerung", hält dazu Umweltlandesrat Mag. Wolfgang Sobotka fest.

Trotz dieser "verlorenen Schlacht" wird Niederösterreich seine Anti-Atom-Strategie mit dem Ziel eines atomfreien Mitteleuropa weiter fortsetzen und seine Unterstützung beim Umstieg auf alternative Energieformen allen kooperationswilligen Partnern in der Tschechischen Republik verstärkt anbieten. "Wir wissen", so Sobotka, "daß das Prager Kabinett zum Teil unter massivem Druck der Atom-Lobby gestanden ist, aber wir empfangen ebenso zukunftsträchtige Signale von tschechischen Entscheidungsträgern, die im Hinblick auf die Sicherheit, den Umweltschutz, die Arbeitsplätze und letztendlich den geplanten EU-Beitritt ihres Landes einen mittelfristigen Atomausstieg ihres Landes fordern".

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