Übergabe des NÖ Klimabündnis-Ordners an Minister Bartenstein

Sobotka: Positive Ermunterung für Gemeinden

St.Pölten (NLK) - In St.Pölten konnte Umweltlandesrat Mag. Wolfgang Sobotka heute den neu geschaffenen Klimabündnis-Ordner für Gemeinden an Umweltminister Dr. Martin Bartenstein überreichen. Niederösterreich mit seinen mittlerweile 55 Klimabündnis-Gemeinden unterstütze die Bemühungen Bartensteins, Österreich im Zuge des Kyoto-Zieles als Vorzeigeland zu positionieren, und erfahre seinerseits immer mehr Unterstützung durch die Gemeinden, sagte dabei der Umwelt-Landesrat.

Das faszinierende am Klimabündnis sei, daß jeder einzelne vom Bürger bis zum Betrieb seinen Beitrag leisten könne. Die vom Land für Klimabündnis-Projekte zur Verfügung gestellten 10 Millionen Schilling und das im Klimabündnis-Ordner reichhaltig enthaltene Instrumentarium zeigten, daß das Klimabündnis in Niederösterreich kein Lippenbekenntnis sei, sondern direkte Umsetzung bürgernaher Politik auf der Basis positiver Ermunterung.

In den drei großen Bereichen des Klimaschutzes setze Niederösterreich sowohl auf eine massive Unterstützung des öffentlichen Verkehrs als auch weiterhin auf die Einsparung von 300.000 Tonnen CO2 durch die geplante Müllverbrennungsanlage der AVN. Im Bereich der Warmwasserbereitung und Raumwärme seien etwa mit der Kesseltauschaktion 200.000 Tonnen CO2 pro Jahr an Einsparungen möglich, ab Herbst werde zudem eine Informationskampagne Holz als Baustoff forcieren, so Sobotka abschließend.

Bartenstein betonte, daß innerhalb der österreichweit 240 Klimabündnis-Gemeinden Niederösterreich in den letzten Monaten eine besondere Dynamik entwickelt habe. Die im Land geleistete politische Führungsarbeit und die finanziellen Hilfen für die Gemeinden seien vorbildlich für das gesamte Bundesgebiet. Im Bereich des Verkehrs betonte der Minister insbesondere die Verpflichtung der europäischen Autoindustrie zur Einführung des 6 Liter-Autos bis 2008, was ein Minus von 25 Prozent im Verbrauchsbereich bedeute. Aus Gründen des Klimaschutzes und der Verantwortungslosigkeit der Ablagerung von nicht vorbehandeltem Müll sei bei der Abfallbehandlung die Müllverbrennung in jedem Fall vorzuziehen.

Hinsichtlich der Temelin-Entscheidung zeigte sich der Minister zwar enttäuscht, man werde aber weiterkämpfen und die Flinte nicht ins Korn werfen. Solange Temelin nicht am Netz sei, bleibe Temelin auf der Agenda auch ganz vorne, man könne nicht akzeptieren, daß ein "auf einen alten Trabi aufgesetzter Mercedes als moderner Mercedes" verkauft werde, so Bartenstein abschließend.

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