Karenzgeld teilt Mütter in zwei Klassen Familienbund propagiert zum Tag der Familie am 15. Mai das Familien-Volksbegehren

Wien (OTS) - Der langerwartete Vorschlag der SPÖ zum Karenzgeld zementiert die Benachteiligung jener Mütter ein, die nicht unmittelbar vor der Geburt sozialversichert waren, kritisiert Mag. Otto Gumpinger, Präsident des Österreichischen Familienbundes, das Modell des einkommensabhängigen Karenzgeldes. Gerade zum Tag der Familie, der von der UNO 1994 eingeführt wurde und international begangen wird, sind gerechte Lösungen für alle Familien gefragt, betont Gumpinger.

Im Familien-Volksbegehren, das österreichweit vom 9. bis 16. September zur Unterschrift aufliegt, fordert der Familienbund ein Karenzgeld für alle Mütter. Studentinnen, geringfügig Beschäftigte und freie Dienstnehmerinnen erhalten derzeit kein Karenzgeld, Bäuerinnen und Selbständige nur den halben Betrag. Oft erhalten Mütter nach dem zweiten oder weiteren Kind kein Karenzgeld, nur weil zwischendurch keine Sozialversicherung nachgewiesen wurde, eine echte Benachteiligung kinderreicher Familien. Das Familien-Volksbegehren sieht die Einführung des Karenzgeldes für alle ab 1. Jänner 2000 vor. Diese Familienleistung kann zur Gänze aus dem Familienlastenausgleichsfonds finanziert werden.

Die Einführung eines einkommensabhängigen Karenzgeldes würde nun die Schere zwischen den Müttern mit einer Leistung und jenen ohne Leistung noch weiter öffnen und damit die Ungerechtigkeit verschärfen. Gumpinger stellt auch eine Inkonsequenz bei der politischen Linie fest: War früher das "Karenzgeld für alle" angeblich unsozial, weil nicht das Einkommen des zweiten Verdieners einberechnet wird, so darf nun die Frau des vielzitierten "Generaldirektors" plötzlich ein Karenzgeld von netto 14.000 Schilling erhalten?

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