Kolumbien als Exportland stark unterbewertet

WKÖ-Außenwirtschaftsorganisation und kolumbianische Botschaft informieren Österreichs Exportfirmen über Chancen und Risiken

Wien (PWK) - Kolumbien zeichnet sich innerhalb Lateinamerikas
durch eine stabil wachsende Wirtschaft aus. "Sein gewaltiges Wirtschaftspotential, seine zentrale geographische Lage, die vielen Naturreichtümer und ein Verbrauchermarkt von fast 40 Mio Menschen machen Kolumbien zu einem interessanten Exportland, das allerdings in Österreich noch viel zu wenig Beachtung findet", erklärte Egon Winkler, Direktor für Außenwirtschaft und europäische Integration in der Wirtschaftskammer Österreich, anläßlich eines WKÖ-Firmenseminars über Kolumbien. ****

Der neue kolumbianische Botschafter in Österreich, S.E. Hector Charry Samper, erst seit wenigen Tagen in Wien, berichtete bei dem Seminar über die Fortschritte Kolumbiens auch soziale und politische Stabilität zu erreichen. "Der interne Friedensprozeß schreitet voran. Die Regierung Pastrana und paramilitärische Gruppen trafen erst kürzlich zu Gesprächen zusammen. Pläne zur Reduzierung von illegalem Drogenhandel werden bereits konkret umgesetzt", so Samper.

Die Bemühungen für langfristige Lösungen interner Probleme laufen auf Hochtouren und bestehende Konflikte betreffen nur noch bestimmte Regionen Kolumbiens. Die wirtschaftliche Entwicklung des Landes strebe jedenfalls weiter nach oben und die Geschäftschancen für ausländische Unternehmen stehen gut, sagten auch der Gesandte der kolumbianischen Regierung German Umana, sowie der Direktor der kolumbianischen Außenhandelsstelle Proexport für Zentral- und Osteuropa in Wien, Hans-Peter Knudsen.

"Die Impulse für neue Geschäfte im bilateralen Außenhandel von Österreich und Kolumbien sind in den letzten Jahren kontinuierlich gestiegen", machte Egon Winkler aufmerksam. Verganges Jahr verzeichneten sowohl die Importe als auch die Exporte Zunahmen von rund 20 Prozent. 1998 exportierte Österreich Waren im Wert von 340 Mio Schilling nach Kolumbien, vor allem Maschinen, Pharmazeutika, Papier und verschiedene Edelstähle.

Die Importe aus Kolumbien betrugen 785 Mio Schilling und bestanden zum Großteil aus Kaffee, Tee, Kakao, Gewürzen, Gemüse und Früchten. Kolumbien ist nach Brasilien und Mexiko für Österreich das drittwichtigste Lieferland in Lateinamerika.

Die WKÖ veranstaltet jährlich Wirtschaftsmissionen nach Kolumbien sowie Messeauftritte, die sowohl bei den österreichischen Firmen als auch auf kolumbianischer Seite auf positives Echo stoßen. "Die Größenordnung der österreichischen Exporte nach Kolumbien stimmt aber noch bei weitem nicht mit dem Potential des kolumbianischen Marktes überein", so Winkler. Es bestehen aktuell sehr große Chancen für österreichische Firmen, die es auch wahrzunehmen gilt. Konkrete Geschäfte bieten sich besonders in den Bereichen Ausrüstungen und Maschinen, Industriezulieferungen, Umweltschutz sowie bei Meßapparaten, medizinischen Geräten und Anlagen für den Energiesektor an. Nicht außer Acht zu lassen ist auch der für die kommenden Jahre geplante Ausbau der Infrastruktur Kolumbiens.

*** OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER

VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS ***

Rückfragen & Kontakt:

Wirtschaftskammer Österreich
AW-Referat Lateinamerika
Tel. 50105 DW 4205

Dr. Heinz Wimpissinger

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | PWK/PWK