Temelin: VP NÖ: Baustopp einzig logische Entscheidung

Friewald hofft auf Sieg der Vernunft

Niederösterreich, 12.5.1999 (NÖI) "Mit großer Spannung und auch Sorge sehe ich der Entscheidung der Tschechischen Regierung zur Frage Temelin: 'Weiterbau oder Baustopp' entgegen, die heute Abend erwartet wird. So wird das Sicherheitsrisiko dieser Anlage als
sehr hoch eingestuft. Die einzige richtige Entscheidung heute wäre die Verhängung eines Baustopps über dieses gefährliche und auch ökonomisch sinnlose Atomkraftwerk", erklärte der Umweltsprecher der Volkspartei Niederösterreich, LAbg. Rudolf Friewald.****

Niederösterreich habe sich ganz entschieden für einen Baustopp der Kernkraftanlage Temelin ausgesprochen und dafür gekämpft. Weiters wurden die österreichische Bundesregierung von der NÖ Landesregierung mehrmals zu vehementen Handeln gegenüber der Regierung in Prag aufgefordert (zuletzt durch eine Landtagsresolution vom 25. Februar 1999). Auch in diesem Sinne verabschiedetet die NÖ Landesregierung am 2. März 1999 das "Memorandum der NÖ Landesregierung über die Zusammenarbeit mit der Tschechischen Regierung in Energiefragen", das Landesrat Mag. Wolfgang Sobotka bei seinem Besuch in Prag im März persönlich dem Vizeumweltminister Petruzela übergeben konnte, so Friewald weiter.

In der Endphase der Temelinoffensive erstellte der
Rechtsexperte Niederösterreichs in Fragen von grenznahen Atomkraftwerken, Dr. Christoph Herbst das "Gutachten zur
Anerkennung des KKW Temelin als Stranded Costs" dem österreichischen und tschechischen Umweltministerium zur Verfügung. "Ich hoffe, daß sich unsere Initiativen gegen den Todesreaktor von Temelin bezahlt gemacht haben und appelliere an einen Sieg der Vernunft bei der tschechischen Regierung", betonte Friewald.
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