Bauer: Neue Produktionsschienen der Medizintechnik aufbauen

Nicht beobachten, sondern umsetzen

St.Pölten (NLK) - Eine medizintechnische Industriestruktur mit dem Schwerpunkt der Klein- und Mittelbetriebsunternehmen soll in den kommenden zwei Jahren aufgebaut werden. Die Mittel dieses "Clusters" - vier Millionen Schilling - stammen je zur Hälfte der vom Land Niederösterreich und vom Bundund sollen heuer und nächstes Jahr fließen. Schon in der nächsten Zeit soll die NÖ Landesregierung ihren Beitrag beschließen. "Clustermanager" soll mit Dr. Paugger der bisherige Geschäftsführer des Regionalmanagement NÖ Süd sein. Als Projektträger wird die Fotec GmbH. auftreten, die sich mit Forschung, Technologietransfer und Dienstleistung beschäftigt. Die Fotec ist eine Tochtergesellschaft der WBFG, und die wiederum ist Träger der Fachschulstudiengänge Wiener Neustadt. Ein besonderer Schwerpunkt der Fotec GmbH. ist der Einsatz von Mikrosystemtechnik auf den Gebieten der Medizintechnik und der biomedizinischen Technik, weiters der Rehabilitation und der Therapie.

"Wir wollen nicht beobachten, sondern umsetzen", hielt dazu der Niederösterreichs Gesundheits-Landesrat, Dr. Hannes Bauer, fest. Man wolle eine Verknüpfung des Wissens erreichen und auch Produktionsschienen aufbauen. Universitätsprofessor DDr. Helmut Detter sagte, man verhandle bereits mit drei Unternehmen, die ihre einschlägigen Produktionen vom Ausland nach Österreich umlagern wollen. In Wiener Neustadt, wo rund um die Fachhochschule und das Technologiezentrum ein leistungsfähiges Entwicklungszentrum entstanden ist, seien bereits zahlreiche Projekte in der Startphase.

Im Projekt Health-Care-Industrie Niederösterreich, so die Bezeichnung, sind besonders die medizintechnischen Produkte, die Techniken der Rehabilitation und der Therapie sowie die technische Lebenshilfe interessant. Gerade in Niederösterreich hier sind schon jetzt viele Unternehmen engagiert. Andererseits werden viele medizintechnische Produkte importiert, obwohl das Know-How der niederösterreichischen Ärzte und Krankenhäuser sehr hoch ist. Daher müßten vor allem mittlere und kleine Unternehmen die Entwicklung derartiger medizintechnischer Produkte betreiben. Mit der Donau-Universität steht mit der Studienrichtung für biomedizinische Technik eine international erfolgreiche Forschungseinrichtung zur Verfügung. In Wiener Neustadt wird derzeit ein Technologiezentrum der Medizintechnik und der Rehabtechnik aufgebaut, und weitere Einrichtungen - wie das Forschungszentrum Seibersdorf - stehen gleichfalls zur Verfügung. Bei diesem "Cluster" will man jedenfalls binnen kürzester Zeit von der Konzeption von Vorhaben über die Analyse ausgewählter Importprodukte zur "Geburt" von Ideen kommen.

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