Gewerbeverein: Hausbesorger zumeist verzichtbar

Wien (OTS) - Der Österreichische Gewerbeverein als Vertreter zahlreicher Reinigungsunternehmungen versteht zwar die ÖGB-Sorge um das fürstliche Zubrot der Hausbesorger - bringt aber wenig Verständnis dafür auf, daß gerade die Gewerkschaft es als selbstverständlich betrachtet, daß der größte Anteil der Haus-Betriebskosten von den ebenfalls größtenteils von ihr vertretenen Hausbewohnern zu bezahlen ist.

+ Fest steht, daß Hausbesorger keine Anwesenheitsverpflichtung haben. Sie können 'nebenbei' einer Vollzeittätigkeit nachgehen. Ihre Funktion beschränkt sich daher fast aussschließlich auf die Reinigung des Hauses. Genau das Gleiche kann man aber auch von Reinigungsinstituten zu weitaus billigeren Tarifen haben.

+ Hausbesorger haben dank ihrer Doppelrolle als Reinigungspersonal und Bewohner eines Hauses einen Kündigungsschutz von dem sogar Beamte nur träumen können.

+ Daß Hausbesorger nunmehr sogar Schulungsmaßnahmen - 'Rhetorik für Hausbesorger' wäre fast ein Qualtinger-Thema - über sich ergehen lassen, ist löblich - gibt es doch auch heute noch 'schwarze Schafe', wo nach deren Reinigungstätigkeit das Schmutzwasser 48 Stunden später noch zentimeterhoch steht. Die Rhetoriker werden dann wortreich erklären, warum das so ist. Das Personal von Reinigungsinstituten wird dagegen pragmatisch und permanent geschult.

+ In jedem Vergleich ist für ein normal großes Wohnhaus der gewerbliche Reinigungsunternehmer die weitaus billigere und flexiblere Variante. Der ÖGB sollte sich eher überlegen, inwieweit das Hausbesorgergesetz normalen arbeitsrechtlichen Regelungen angepaßt werden kann (auch in bestehende Verträge hinein). Hausgemeinschaften kann nur geraten werden, die Dienste von Reinigungsinstituten in Anspruch zu nehmen. Der ÖGB hätte doch neben den Interessen von 32.000 Hausbesorgern, die Interessen von Millionen Mietern, Wohnungsgenossenschaftern und Wohnungseigentümern im Sinne eines Interessensausgleiches zu beachten.

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