Baubeginn im größten Blocksanierungsgebiet Wiens

Spatenstich mit Wohnbaustadtrat Werner Faymann und Bezirksvorsteher Rolf Huber

Wien, (OTS) Durch die Erneuerung von Wohnhäusern und die Schaffung von modernen Wohnungen in Althäusern setzt die Stadt Maßnahmen gegen den Verfall von einzelnen Stadtteilen. Insgesamt wird 1999 die Summe von 3,2 Mrd. Schilling für Sanierungen aufgewendet. Wohnbaustadtrat Faymann: "Die Sanierung von erneuerungsbedürftigen Stadtteilen ist unser vordringlichstes Ziel und ist mehr als nur "Häuser renovieren". Durch den Ankauf von innerstädtischen Flächen für den Neubau, den Ankauf privater Althäuser in diesen Gebieten, dem Ausbau von Dachgeschoßen, der Schaffung von Abstellplätzen aber auch von Grünraum und der Aufwertung des öffentlichen Raumes sollen ganze Bezirksteile
wieder attraktiver werden. Seit 1984 wurde seitens der Stadt Wien für 3.102 Objekte mit über 138.000 Wohnungen und einem Bauvolumen von 35,5 Milliarden Schilling Förderung zugesichert, daher
befindet sich derzeit beinahe jede 6. Wohnung in einem sanierten oder kurz vor Sanierungsbeginn stehenden Haus. Die
Förderungsmittel der Stadt kommen damit auch in einem hohen Ausmaß Mietern in privaten Althäusern zugute."

Die Gesamtzahl der seit 1984 beim WBSF bis heute anhängig gemachten Anträge auf Sanierung beläuft sich auf 6.358. Davon wurden bisher für 3.372 Häuser "Vorprüfberichte" erstellt. Bereits fertiggestellt sind 2.594 Häuser mit 120.000 Wohnungen und einem Bauvolumen von 23,7 Milliarden Schilling.

Blocksanierungsgebiet Mariahilfer Straße/Viktoriagasse

Das Blocksanierungsgebiet Mariahilfer Straße/Viktoriagasse umfaßt den Bereich zwischen Grenzgasse, Mariahilfer Straße und Westbahn. Dieser von der Lage und Infrastruktur hervorragenden Stadtteil soll für die rund 2.800 Bewohner wieder attraktiver werden, meinten heute Wohnbaustadtrat Faymann und Bezirksvorsteher Huber beim Spatenstich für dieses Projekt.

Mindestens 150 Wohnungen werden in diesem Gebiet saniert oder neu errichtet. Blocksanierung bedeutet aber nicht nur Standardanhebung und Schaffung neuer Wohnungen, sondern auch die Verbesserung der städtebaulichen und ökologischen Struktur, wie Hofzusammenlegungen, Begrünungen, Garagenerrichtung, Verkehrsberuhigung oder die Versorgung mit sozialen Einrichtungen. Das Investitionsvolumen für dieses Blocksanierungsprojekt liegt
bei 200 bis 250 Millionen Schilling.

Das Projekt Mariahilfer Straße 156-158 ist nicht nur das größte Sanierungsvorhaben innerhalb des Blocksanierungsgebietes, sondern auch die derzeit größte private Sanierung Wiens. Das von der Quantum Realbesitz betriebene Blocksanierungs- und Sockelsanierungsvorhaben umfaßt Teilabbrüche im 2. Hof, die Errichtung von begrünten Flachdächern und Hofbegrünungsmaßnahmen. Mit ca. 49 Millionen Schilling an Förderungsmittel und einem Gesamtinvestitionsvolumen von rund 80 Millionen Schilling werden neben den erforderlichen Hausinstandsetzungs- und Verbesserungsarbeiten 50 Wohnungen auf Topstandard saniert und weitere 30 Wohnungen durch Aufstockung und Dachgeschoßausbau neu geschaffen. Durch die Teilabbrüche und die Schaffung begrünter Flächen werden die Belichtungs- und Belüftungsverhältnisse für die Bewohner erheblich verbessert.

Durch die Unterbringung der Pflichtstellplätze für die Mariahilfer Straße 156 und die Neubauvorhaben Zwölfergasse 23 und Viktoriagasse 10 in der Sammelgarage in der Rosinagasse wird es möglich, in diesem besonders grünarmen Gebiet großzügige Innenhofbegrünungen in einem Ausmaß von ca. 1.120 m² durchzuführen.

Weitere Projekte im Blocksanierungsgebiet:

Mariahilfer Straße 172: Von den rund 3.000 m² Wohnnutzfläche sollen ab 2001 im Zuge der vorgesehenen Sockelsanierung mindestens 900 m² auf zeitgemäßen Standard angehoben werden und ein Dachgeschoßausbau erfolgen. Das Gesamtinvestitionsvolumen beträgt ca. 40 Millionen Schilling.

Rosinagasse 5: Auf diesem Grundstück wird mit einem Gesamtinvestitionsvolumen von ca. 20 Millionen Schilling eine vollautomatisierte Sammelgarage errichtet, die vor allem dazu
dienen soll, den Bedarf an Pflichstellplätzen für die umliegenden Bauvorhaben abzudecken. Der Baubeginn ist noch für Juli 1999 vorgesehen.

Sperrgasse 17: Die Sanierung und der Umbau des ehemaligen Bezirksgerichtes wird von der Heimbau - Gemeinnützige Bau-, Wohnungs- und Siedlungsgenossenschaft durchgeführt. Mit einem Gesamtinvestitionsvolumen von rund 30 Millionen Schilling werden dort neben sozialen Einrichtungen wie Pensionistenclub, Mutter-Kind-Zone, einer Arztpraxis sowie einer Wohngemeinschaft, durch Umbau und Sanierung 18 neue Wohnungen geschaffen.

Viktoriagasse 10: In Form einer Baulückenbebauung ist hier
von der Heimbau die Errichtung eines Wohnhauses mit 14 Wohnungen vorgesehen. Sollte es gelingen, das benachbarte Grundstück zu erwerben, können 10 weitere Wohnungen errichtet werden. Das Investitionsvolumen beträgt je 14 bzw. 25 Millionen Schilling. Baubeginn ist für das Jahr 2000 vorgesehen.

Zwölfergasse 23: Auf dieser Baulücke errichtet die GEWOG ein Wohnhaus mit 16 Wohnungen, deren Vergabe im Einvernehmen mit dem Wiener Integrationsfonds erfolgt. Durch die Unterbringung der Pflichtabstellplätze in der Rosinagasse kann der Innenhof begrünt werden. Die Kosten für dieses Projekt betragen ca. 16 Millionen Schilling, Baubeginn soll noch diesen Herbst erfolgen. (Schluß)
su/

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