Neue Demenzstation im Geriatriezentrum Am Wienerwald

Spezielles Betreuungskonzept für Alzheimer-Patienten

Wien, (OTS) Mit einem neuen Angebot für Alzheimer-Patienten wartet das Geriatriezentrum Am Wienerwald (GZW) auf. Im Rahmen
eines Modellprojektes wird eine gesamte Station mit 24 Betten
dieser Patientengruppe gewidmet. Am Mittwoch eröffnete Gesundheitsstadtrat Dr. Sepp Rieder diese "Demenzstation" im Pavillon XII der 9. Medizinischen Abteilung des GZW.****

Geriatrische Poliklinik im GZW wird ausgebaut

Im Rahmen der Eröffnung nahm Rieder auch zu Bedeutung eines vernetzten Denkens in der Medizin Stellung. "In einer modernen Gesundheitspolitik ist kein Platz für eine absolute Trennung zwischen Akutmedizin und Geriatrie, noch dazu wenn diese Trennung nur durch unterschiedliche Finanzierungssysteme und nicht
inhaltlich bedingt ist. In diesem Sinne wurde bereits 1997
innerhalb des GZW eine ´Geriatrische Poliklinik´ mit Krankenanstaltenstatus errichtet, um dort Leistungen auch mit der Sozialversicherung abrechnen zu können. Diese Poliklinik besteht aus 17 Teilbereichen, darunter ein Institut für Physikalische Medizin, ein Zentralröntgeninstitut, ein Zahnambulatorium und Ambulanzen aller wichtigen medizinischen Fächer."

In einem nächsten Schritt würden, so Rieder, zwei weitere erfolgreiche Initiativen des GZW, die Assessmentstation und das Hospiz, in dieser Geriatrischen Poliklinik eine neue Heimat
finden. Die Eingliederung dieser beiden Einrichtungen in die Poliklinik bringe nicht nur organisatorische Vorteile, sondern
habe vor allem auch für die Pflegebedürftigen große Bedeutung. Rieder: "Bisher wurden Leistungen im Hospiz oder in der Assessmentstation nach dem Sozialhilferecht abgerechnet. Für die Pflegebedürftigen bedeutete dies – trotz Zuschüssen der Gemeinde – oft einen erhöhten Selbstbehalt. Durch die organisatorische Einbettung in die Geriatrische Poliklinik könnten künftig diese Leistungen nach den Grundsätzen des Sozialversicherungsrechts – ohne Selbstbehalte für die Betroffenen – abgerechnet werden."

Maßgeschneiderte medizinische Angebote für Alzheimer- Patienten

Bisher waren Alzheimer-Patienten auf allen Abteilungen des
GZW "aufgeteilt". Es konnte daher nur schwer auf deren
individuelle Bedürfnisse eingegangen werden, Über- oder Unterforderung der Patienten war oft die Folge. Nur schwer integrierbar waren die Patienten auch durch typische Verhaltensauffälligkeiten wie Orientierungsstörungen, Herumwandern, Aggressionen oder Selbstgefährdungen.

Der Umgang mit diesen Phänomenen ist neben einer adäquaten medizinischen Betreuung der Schwerpunkt der neuen Demenzstation. Ziel der Station ist es, eine Betreuungsstruktur zu schaffen, die dementen Patienten ein höchstmögliches Maß an persönlicher Freiheit und Lebensqualität unter Ausnützung seiner persönlichen Ressourcen bei größtmöglicher Sicherheit bietet.

Räumlich bedingt das eine entsprechende Gestaltung der "Wohnumwelt" mit Aktivitätsbereichen, Ruhebereichen und einem Garten mit Rundwegen.

Betreut werden die dementen Patienten im GZW von einem interdisziplinären Team mit Ärzten, Psychologen, Psychotherapeuten, Ergo- und Physiotherapeuten etc. Entsprechend vielfältig auch die Therapieangebote, die von der medizinischen Betreuung über reaktivierende Pflege, Psychotherapie, Realitätsorientierungstraining, kognitives Training bis hin zur Ergotherapie reichen. Fixpunkt des Betreuungkonzptes ist darüber hinaus eine intensive Angehörigenbetreuung durch das Team der Demenzstation. (Schluß) nk

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