Botschaft von Caritaspräsident Franz Küberl an die Teilnehmer der Trauerkundgebung für Markus Omofuma am 12. Mai 1999

Wien (OTS) - Die Caritas trauert um Marcus Omofuma. Er war ein Mensch, der kein Unrecht begangen hat. Er wurde nach seinem Tod zum Verbrecher gestempelt. Die Caritas ist erschüttert, daß er seine Abschiebung nicht überlebt hat. Er starb in der Begleitung von drei Polizeibeamten. Und keiner hat etwas bemerkt.

Die Caritas ist erschüttert, wie unser Land auf diesen Tod reagiert hat. Es gab einiges Bedauern, es gab viel an Aggression. Doch keiner will dafür verantwortlich sein. Die Caritas ist erschüttert, daß sein Tod so wenig Mitgefühl gefunden hat. Denn eine Welt geht unter, wenn ein Mensch stirbt. Die Caritas glaubt daran, daß eine Welt gerettet wird, wenn ein Mensch gerettet wird. Die Caritas hofft auf ein Österreich, in dem die Menschenrechte ausnahmlos für jede Person gelten.

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