OMV - 1 Ergebnis des ersten Quartals 1999

Wien (OTS) - *Der Konzernumsatz sank aufgrund der Dekonsolidierung der PCD-Gruppe und niedrigerer Öl- und Produktenpreise um 25 % auf 13,84 Mrd ATS.

*Der Betriebserfolg (EBIT, Earnings before interest and tax) verringerte sich um 69 % auf 497 Mio ATS. Dafür waren neben dem Verkauf der PCD die schwachen Margen in R & M, die niedrigen Rohölpreise in E & P sowie die schwierigen Marktbedingungen in der Chemie verantwortlich. Das berichtigte EBIT sank auf 620 Mio ATS und zeigte somit einen Rückgang von 58 %.

*Periodenüberschuß im 1. Quartal 1998 deutlich von 1.086 Mio
ATS auf 392 Mio ATS reduziert.
*Der Cash-flow aus der Betriebstätigkeit fiel auf 2,02 Mrd
ATS.
*Die Bereiche auf einen Blick:
E & P: positiver Beitrag trotz niedriger Ölpreise
Erdgas: stabile Performance auch anhand verbesserter

Kostenstruktur
R & M: drastische Reduktion der Margen bei

Petrochemieprodukten und der Bulk-Margen, inländische Tankstellenmargen unter Druck
C & K: Verschlechterung der Marktbedingungen für Düngemittel

und Melamin

in Millionen EUR 31. März 199931. März 1998Änderung 31.Dez.98

in %

1998 Betriebserfolg
(EBIT) 36 117 -69 220
EBIT, berichtigt1) 45 108 -58 349 Ergebnis der gewöhnlichen
Geschäftstätigkeit 38 111 -66 223

Periodenüberschuß28 79 -65 169
Umsatz 2) 1.005 1.334 -25 4.720 Netto-Cash-flow
aus der
Betriebstätigkeit147 229 -36 455

Mitarbeiter 6.256 7.788 -20 6.360

1) Aufgrund des Verkaufs der PCD-Gruppe im Jahre 1998 wurden
die Geschäftsbereiche Chemie und Kunststoffe zusammengeführt
(C & K); das berichtigte EBIT zeigt diese neue Struktur und berücksichtigt Sondereffekte in den einzelnen Berichtszeiträumen. 2) Umsatz ohne Mineralölsteuer, nach alter Struktur

Die marktseitigen Rahmenbedingungen setzten sich in einer weiteren beträchtlichen Verschlechterung fort. Die Raffinerie-Margen gerieten stark unter Druck und das heimische Tankstellengeschäft erlebt weiterhin eine wenig zufriedenstellende Margen-Situation. Weiters wirkte sich der niedrige Rohölpreis auf E & P aus, und ein Rückgang des Melamin- und Düngemittelgeschäfts verminderte das Konzernergebnis. Im Vergleich mit dem Vorjahr zeigte das Erdgasgeschäft eine stabile Performance.

Der Konzernumsatz im 1. Quartal ging um 25 % von EUR 1.334 Mio auf EUR 1.005 Mio zurück, was hauptsächlich durch die Dekonsolidierung des Bereiches Kunststoffe bedingt war, da dieser Bereich im 1. Quartal 1998 noch im Konzernumsatz enthalten war. Weiters beeinträchtigten die gesunkenen Rohöl- und Produktenpreise und ein niedrigeres Tradinggeschäft aus R & M den Umsatz, ebenso wie ein Rückgang der Verkaufserlöse in E & P durch die vorherrschenden niedrigen Rohölpreise.

Der berichtigte Betriebserfolg (EBIT) fiel um 58 % von EUR 108,47 Mio auf EUR 45,33 Mio. Dies ist vor allem auf das deutlich niedrigere Ergebnis in R & M zurückzuführen, wobei sich allerdings sämtliche Geschäftsbereiche einer größeren Herausforderung als im Vorjahr gegenübersehen und entsprechend geringere Beiträge leisten. Etwa ein Viertel der Restrukturierungsaufwendungen für 1999 sind im EBIT berücksichtigt. Sie betrugen wiederum EUR 9,19 Mio (1-3/98: EUR 9,08 Mio).

Das Finanzergebnis war mit EUR 2,14 Mio (1-3/98: negatives Ergebnis von EUR 5,75 Mio) positiv. Der 25%ige Anteil an Borealis betrug ca. EUR 12,51 Mio, wobei die Änderung in der Buchführung bei Borealis allerdings aufgrund der gewinnerhöhenden Auflösung einer Rückstellung zu einem einmaligen Einnahmenposten von EUR 10,50 Mio führte. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit betrug EUR 38,29 Mio (1-3/98: EUR 110,88 Mio).

Der Steueraufwand für Einkommen zeigte einen deutlichen Rückgang in absoluten Zahlen und ging von 29% im ersten Quartal 1998 auf 26% im Jahre 1999 zurück. Der Periodenüberschuß ging auf ca. ein Drittel des Vorjahresgewinns zurück und betrug EUR 28,45 Mio (1-3/98: EUR 78,89 Mio).

Der Cash-flow aus der Betriebstätigkeit ging in den ersten drei Monaten von EUR 228,87 Mio um etwa 36% auf EUR 147,18 Mio zurück. Dieser Rückgang ist vor allem auf den Rückgang des Betriebsergebnisses zurückzuführen. Darüber hinaus wurden einige in den langfristigen Rückstellungen enthaltene nicht ausgabenwirksame Aufwendungen im Jahre 1998 wieder rückgerechnet. Folglich gingen die verfügbaren Mittel auf EUR 75,68 Mio (1-3/98: EUR 159,65 Mio) zurück. Die Abnahme des Working Capital blieb mit EUR 71,50 Mio (1-3/98: EUR 69,21 Mio) annähernd stabil, wobei höhere Verbindlichkeiten die Zunahme der Lagerbestände ausglichen.

Die Bilanzsumme stieg um EUR 57,35 Mio auf EUR 4.871 Mio (31.12.1998:
EUR 4.814 Mio), was vor allem auf eine Zunahme des Anlagevermögens und einen Rückgang bei liquiden Mitteln und Wertpapieren zurückzuführen ist. Die Eigenkapitalquote erhöhte sich auf 33% (31.12.1998: 32%).

Die Zugänge zum Anlagevermögen seit Jahresbeginn beliefen sich insgesamt auf EUR 142,95 Mio (1-3/98: EUR 106,83 Mio) und resultieren aus Investitionen in Sachanlagen vor allem in R & M und E & P. Die Finanzanlagen nahmen um EUR 26,16 Mio, die immateriellen Aktiva um EUR 4,87 Mio zu, während bei den Sachanlagen eine Zunahme um EUR 111,92 Mio zu verzeichnen war.

Die Nettoverschuldung hat geringfügig zugenommen und betrug zum 31. März EUR 260,84 Mio (31.12.1998: EUR 258,98 Mio), was einem Verschuldungsgrad von etwa 16% entspricht (31.12.1998: 17%).

(Forts)

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