WdF-Managermonitoring

Wien (OTS) - BERICHTIGTE WIEDERHOLUNG OTS0148

Utl.: Wende im Konjunkturklima - Effekte des EU-Beitritts überwiegend positiv - Bedeutung neuer Kommunikationsmedien höher eingeschätzt =

Eine Befragung österreichischer Manager und
Führungskräfte, durchgeführt von Triconsult im Auftrag des Wirtschaftsforums der Führungskräfte (WdF), zeigt eine pessimistischere Einschätzung des Konjunkturklimas als vor vier Monaten. Nur mehr 9 Prozent, nach 15 Prozent, sehen derzeit eine ansteigende Konjunktur, eine fallende Tendenz konstatieren 19 Prozent. Bei der vorhergehenden Befragung waren es erst 13 Prozent. Unverändert beobachten 72 Prozent ein gleichbleibendes Konjunkturklima.

Relativ am besten schätzt der produzierende Sektor die aktuelle Konjunktur ein. Hier beobachten immerhin 15 Prozent steigende Tendenz, im Bereich Dienstleistung sind dies nur 9 Prozent.

Eine Klima-Eintrübung ist auch bei der Frage nach der Einschätzung des Konjunkturklimas in den nächsten vier Monaten zu verzeichnen. Waren Ende vorigen Jahres noch 14 Prozent der Befragten optimistisch, so setzen jetzt nur mehr 11 Prozent auf eine ansteigende Konjunktur.

Manager würdigen positive EU-Effekte

Überwiegend positiv werden die Effekte des EU-Beitritts in den Unternehmen eingeschätzt. Positive Auswirkungen auf die Exporte in die EU konstatieren 36 Prozent der Befragten. Gegenüber der letzten Befragung hat sich dieser Wert um 6 Prozentpunkte erhöht. Nur ein Prozent der Manager gab an, es habe negative Auswirkungen auf die Exporte gegeben.

Im Hinblick auf die Auftragseingänge aus dem Inland sehen 19 Prozent positive Auswirkungen, 10 Prozent bemerken negative Effekte. Auf die Exporttätigkeit in das Nicht-EU-Europa sehen 20 Prozent positive und zwei Prozent negative Auswirkungen. Auch auf Kooperationsangebote, sowohl aus EU, als auch aus Nicht-EU-Staaten, hat die EU laut WdF-Managermonitoring bei weitem überwiegend positive Auswirkungen mit sich gebracht.

Bedeutung neuer Kommunikationsmedien sehr hoch eingeschätzt

Unverändert hoch gegenüber dem vorhergehenden Managermonitoring ist die Einschätzung der Bedeutung neuer Kommunikationsmedien durch die Manager. Nach Schulnotensystem (1= sehr große Bedeutung, 5 = gar keine Bedeutung) liegt der Mittelwert der Angaben bei 1,69 Prozent der befragten Führungskräfte setzen die modernen Kommunikationsmedien zur Kommunikation mit Unternehmen/Partnern ein. Zur Kommunikation mit Endverbrauchern, in Marketing, Einkauf und Verkauf ist der Einsatz dieser Medien mit Werten zwischen 54 und 62 Prozent geringer.

88 Prozent der Führungskräfte nutzen am Arbeitsplatz einen PC, unter den Selbständigen sind es sogar 96 Prozent. Privat liegt die Quote der PC-Nutzer unter den Managern bei 69 Prozent. Was die Nutzung des PC als Kommunikationsmedium anbelangt, so verwenden 72 Prozent e-mail, 58 Prozent sind im Internet unterwegs und 13 Prozent der Führungskräfte tätigen konkrete Geschäfte im Netz, gehen also online-shopping. Bevorzugt werden Bücher, CD's und Software online erworben.

Kostenvorteile durch private Festnetzanbieter

Erhoben wurde auch, in welchem Ausmaß die heimischen Manager die neuen Möglichkeiten der privaten Telefon-Festnetzanbieter nutzen. 47 Prozent nutzen die privaten Anbieter im Unternehmen, weitere 11 Prozent ausschließlich privat, so daß insgesamt 58 Prozent von der Marktliberalisierung profitieren.

Auf Unternehmensebene erwarten die Führungskräfte im Schnitt jährliche Einsparungen durch die privaten Festnetzanbieter in Höhe von 475.000 Schilling. Die Höhe der Telefonrechnung lag in den Unternehmen vor dem Umstieg auf neue Anbieter im Schnitt bei 1.355.000 Schilling. Es wird also mit Einsparungen im Ausmaß von mehr als einem Drittel der Gesamtkosten gerechnet.

WdF/Gewinn/Triconsult - Managermonitoring

Befragungszeitraum: März 1999

Sample: 182
Männer: 170
Frauen: 12

Strukturdaten:

Branche:
Produktion: 53
Handel: 38
Dienstleistung: 91

angestellt: 108
selbständig: 74

Eigentumsverhältnisse:
privat: 172 (tw.)
öffentlich: 10

Unternehmensgröße:
bis 49 Mitarbeiter: 78
bis 499 Mitarbeiter: 55
500 Mitarbeiter u.m.: 49

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