IKEA startet Rückholaktion für das Kinderspielzeug "MULA Stapelringe"

Wien (OTS) - Eine Rückholaktion für ein der gesetzlichen Norm entsprechendes Spielzeug startet IKEA nach einem tragischen Unfall. Obwohl das Produkt die europäischen Spielzeug-Sicherheitsnormen erfüllt, stellte sich heraus, daß der runde, obere Teil der sogenannten "MULA Stapelringe" die Gefahr zu ersticken mit sich bringen kann. Ein fünfjähriger Junge ist, nachdem er das Teil geschluckt hat, kürzlich daran verstorben. IKEA fordert daher, die zur Zeit gültigen Sicherheitsnormen umgehend strenger zu formulieren.

Das betroffene Produkt ähnelt traditionellem Holzspielzeug, das sich derzeit in verschiedensten Designs am Markt befindet. Es besteht aus einem Stiel, der an einer runden Bodenplatte befestigt ist. Die Aufgabe des spielenden Kindes ist es, farbige Ringe in verschiedenen Größen übereinanderzustapeln, um so eine Pyramide zu bauen. Der rote, oberste Abschlußteil ist kugelförmig.

Das Produkt entspricht einwandfrei der aktuellen europäischen Gesetzesnorm, der Europäischen Spielzeug-Sicherheitsnorm EN 71. Bei Ermittlung des genauen Unfallsachverhalts wurde festgestellt, daß der kugelförmige Teil ein Erstickungsrisiko darstellt. IKEA entschied sich deshalb, die Produkte sofort von allen Märkten zurückzuholen.

IKEA ersucht daher alle Kunden, die "MULA Stapelringe" gekauft haben, den oberen, kugelförmigen Teil zurückzubringen, um ihn gegen einen neu angefertigten, würfelförmigen umzutauschen.

"Dieser tragische Unfall beweist, daß kugelförmige Objekte für Kinder jedes Alters gefährlich sein können und daß aktuelle Sicherheitsnormen mangelhaft sind", meint Eva-Carin Banka Johnson, verantwortlich für Kinder-Sicherheitsfragen bei IKEA of Sweden AB. "Den meisten von uns ist zwar bewußt, daß kleine Teile im Hals von Kindern steckenbleiben, oder daß sie bis in die Lungen gelangen können. Wenige Menschen wissen aber, daß auch größere, kugelförmige Teile eine Gefahr bedeuten. Die Norm regelt den Gebrauch kleiner Teile bei Spielzeug für Kinder unter 3 Jahren. Diese Teile werden mithilfe eines Zylinders mit 31,7 mm-Durchmesser getestet, was der Größe der Luftröhre eines Kindes entspricht. Ein Testzylinder, der in Kinderfachgeschäften, Apotheken, sowie bei IKEA (PATRULL Kindersicherheitsserie) erhältlich ist, hat sogar die Größe eines 35 mm Filmbehälters".

Johnson erklärt weiters: "Jener Teil, der in den Unfall verwickelt war, verfügt über einen Durchmesser von immerhin 37 mm. Während der Ermittlungen haben wir neue Informationen über die Gefahren, die mit kugelförmigen Objekten verbunden sind, erhalten, die wir nun sofort an die Öffentlichkeit weitergeben: Kugelförmige Objekte, die zwar zu groß sind, um in die Luftröhre zu kommen, können jedoch, wenn das Kind stark einatmet, im hinteren Teil der Kehle steckenbleiben und die Luftzufuhr aus Mund und Nase blockieren. Im Normalfall reagiert das Kind darauf mit Husten. Das kann jedoch dazu führen, daß sich die Kehle um das Objekt zusammenzieht und dieses dadurch noch fester hält. Kugelförmige Objekte mit einem Durchmesser von weniger als 45 mm bilden daher eine Gefahr für Kinder jeden Alters".

IKEA ist in ständigem Kontakt mit Konsumentenschutzorganisationen in allen betroffenen Ländern. In Schweden kündigte die nationale Konsumentenbehörde das Bemühen an, eine Novelle der aktuellen Spielzeug-Sicherheitsnormen zu erreichen.

IKEA Österreich hat ab sofort eine Kunden-Hotline (von 8:00 bis 21:00 Uhr) für alle Anfragen zur "MULA Stapelringe"-Rückholaktion eingerichtet: Tel. 01/69 000-400

Ein Photo des Produkts kann von der IKEA Homepage abgerufen werden (http://www.ikea.com/content) oder ist auf Anfrage bei IKEA zu beziehen.

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