AK Wien Vollversammlung: Wiener Unternehmer müssen Lehrstellen schaffen (3)

Appell an Unternehmer Jugendliche aus Auffangnetz ins zweite Lehrjahr übernehmen

Wien (OTS) – Die Wiener Unternehmer müssen dringend ausreichend Lehrplätze zur Verfügung stellen, vor allem die Jugendlichen aus dem "Auffangnetz" müssen ihre Ausbildung im zweiten Lehrjahr im Betrieb fortsetzen können, fordert die Vollversammlung der AK Wien. Sollte die Wiener Wirtschaft trotz umfangreicher Erleichterungen und finanzieller Zuwendungen in Milliardenhöhe für Lehrbetriebe weiterhin zu wenige Lehrlinge aufnehmen, müßten die Jugendlichen die Ausbildung im Auffangnetz fortsetzen können, müsse auch für heurige Schulabgänger wieder ein Auffangnetz aus Lehrlingsstiftungen und Berufslehrgängen
geschaffen werden. Überdies soll ein Modell des Lastenausgleichs zwischen ausbildenden und nicht ausbildenden Betrieben entwickelt werden. ****

Die Lehrbetriebe haben umfangreiche gesetzliche und kollektivvertrage Erleichterungen sowie finanzielle Zuwendungen in Milliardenhöhe erhalten, erklärt die AK Wien Vollversammlung – und sie erwartet, daß die Wiener Unternehmer im Gegenzug endlich ausreichend Lehrstellen schaffen. Wenn nicht, müsse auch heuer wieder das laut Nationalem Aktionsplan für Beschäftigung mögliche Auffangnetz gespannt werden:

+ Mit Stand Ende Jänner 1999 wurden 700 Jugendliche im Auffangnetz ausgebildet. Sie müssen ihre Ausbildung in Berufslehrgängen und Lehrlingsstiftungen im zweiten Lehrjahr fortsetzen können, wenn
sie nicht in einen Betrieb wechseln können. Das müsse die zuständige Wiener Landesprojektgruppe von Gemeinde Wien, Arbeitsmarktservice, AK, ÖGB und Wirtschaftskammer einvernehmlich beschließen, Bund und Stadt Wien müssen die Finanzierung und die Ressourcen garantieren, so die Vollversammlung der AK Wien.
+ Die Landesprojektgruppe soll sofort mit der Planung des neuen Auffangnetzes für die heurigen Schulabgänger beginnen – und damit Sicherheit für Wiener Jugendliche schaffen, wenn die Unternehmer auch heuer zuwenig Lehrstellen anbieten.
+ Zum Auffangnetz gehört auch die Möglichkeit, den Hauptschulabschluß an öffentlichen Schulen gebührenfrei nachzuholen. Dafür müsse das Unterrichtsministerium die notwendigen Mittel zur Verfügung stellen.
+ Damit es an den berufsbildenden Schulen zu keinen Abweisungen kommt, müssen nächstes Schuljahr ausreichend Lehrerposten zur Verfügung gestellt werden.

Darüberhinaus fordert die AK Wien Vollversammlung einen Lastenausgleich zwischen ausbildenden und nicht ausbildenden Betrieben. Sie kritisiert, daß die Wiener Unternehmer trotz Erleichterungen und finanziellen Zuwendungen weniger Lehrlinge ausbilden als je zu zuvor.

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