Schumpeter-Preis für Romano Prodi

Wien, (OTS) Bürgermeister Dr. Michael Häupl überreichte am Montag im Wiener Rathaus den Schumpeter-Preis 1999 an den designierten Präsidenten der EU-Kommission, den italienischen Ex-Premierminister Prof. Romano Prodi. An der großen Ehrung nahmen zahlreiche prominente Gäste aus Politik und Wirtschaft teil, an
der Spitze Bundespräsident Dr. Thomas Klestil. Die Laudatio hielt Altbundeskanzler Dr. Franz Vranitzky. Der Schumpeter-Preis, der
aus Mitteln des "Helmut-Zilk-Fonds für internationale Beziehungen" der Bank Austria AG gestiftet wird, wird für innovative Leistungen auf dem Gebiet der Wirtschaft, der Politik und der Wirtschaftswissenschaften verliehen.****

Prof. Romano Prodi wurde 1939 geboren, von 1996 bis 1998 amtierte er an der Spitze der italienischen Regierung und war
damit einer der längstdienenden italienischen Regierungschefs. In seiner Amtszeit gelang Prodi die Sanierung des italienischen Staatsbudgets mit der Erfüllung der Maastricht-Kriterien. Mit seiner Wahl zum nächsten Präsidenten der EU-Kommission hat das EU-Gründungsmitglied Italien seit langer Zeit wieder eine führende Persönlichkeit in Brüssel.

Bürgermeister Dr. Häupl betonte, daß mit dem Schumpeter-Preis 1999 an Prof. Prodi eine der wohl hervorragendsten wirtschaftspolitischen Persönlichkeiten dieses zu Ende gehenden Jahrhunderts ausgezeichnet würde. Sein besonderes Verdienst sei, daß er in Italien unter schwierigsten Bedingungen die Voraussetzungen für die Teilnahme an der Europäischen Währungsunion geschaffen habe.

Altbundeskanzler Dr. Vranitzky würdigte nicht nur die wirtschaftspolitischen Leistungen Prodis, sondern sprach auch die Hoffnung aus, daß Prodi künftig als Präsident der EU-Kommission wieder Transparenz und Menschlichkeit in die EU bringen werde.

Mit dem Schumpeter-Preis wird an Joseph A. Schumpeter
erinnert, einen Harvard-Ökonomen österreichischer Herkunft, dessen Werk gleichermaßen von wirtschaftlicher Theorie, Praxis und
Politik gekennzeichnet ist. Zu den bisherigen Preisträgern zählen der frühere tschechische Ministerpräsident Vaclav Klaus, der deutsche Altbundeskanzler Helmut Kohl, die Medienunternehmer Ted Turner und Reinhard Mohn sowie im Vorjahr Prof. Derek Bok und Großreeder Helmut Sohmen. (Schluß) du/vo

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