Unfallzahlen steigen wieder

KfV warnt vor Trendwende in der Unfallstatistik

Wien (OTS) - Im Zeitraum Jänner bis März 1999 sind nach vorläufigen Zahlen 187 Menschen auf Österreichs Straßen ums Leben gekommen. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres waren es 160 Verkehrstote, das entspricht einer Steigerung um 27 Tote oder einem Plus von 16,9%.

"Dieser Zuwachs der Getötetenzahl sollte ein Warnzeichen für alle Verantwortlichen sein, die Anstrengungen für die Verkehrssicherheit zu intensivieren, und sich nicht auf den Lorbeeren des Vorjahres auszuruhen. Diese Lorbeeren können leider sehr kurzlebig sein, und sich rasch in einen Dornenkranz wandeln", so Direktor Dr. Othmar Thann, Geschäftsführer des Kuratorium für Verkehrssicherheit. "Gefordert ist aber auch das Verantwortungsbewußtsein jedes Menschen, der sich an das Steuer eines Autos setzt, zumal der Löwenanteil der tödlichen Verkehrsunfälle auf Regelverstöße wie z.B. Fahren mit nicht angepaßter Geschwindigkeit, Abstandfehler und riskantes Überholen zurückzuführen sind. Gerade das ist ein wichtiger Faktor am Beginn der Reisezeit, in der die Unfallzahlen ja ohnehin traditionell höher sind, als im Rest des Jahres", so Thann weiter.

Nicht nur die Zahl der Toten ist gestiegen, auch die Zahl der Unfälle mit Personenschaden ist von 6.334 im Beobachtungszeitraum des Vorjahres auf 6.810 heuer gestiegen, das ist ein Plus von 7,5%. Die Zahl der Verletzten ist von 8.289 auf 9.091 (+ 9,7%) gestiegen.

Auch bei den Alkoholunfällen ergibt sich ein negatives Bild: So sind von Jänner bis März 1999 bei 438 Alkoholunfällen mit Personenschaden 601 Menschen verletzt und 20 getötet worden. Das ist im Vergleich zum Beobachtungszeitraum des Vorjahres ein Anstieg der Unfälle um 81 oder 22,7%, ein Anstieg der Verletzten um 97 oder 19,2 %.

"Hier besteht dringender Handlungsbedarf an harten und weichen Maßnahmen", so Dir. Dr. Thann.

Im Monatsvergleich ergibt sich für den März folgendes Bild: Im März 1999 sind nach endgültigen Zahlen bei 2.355 Unfällen mit Personenschaden 3.061 Menschen verletzt und 54 getötet worden. Das ist bei den Unfällen ein Plus von 80 oder 3,5 Prozent, bei den Verletzten von 57 oder 1,9% und ein Anstieg der Totenzahl um 13 oder 31,7%.

In der Woche vom 3. bis 9. Mai sind 10 Menschen im Straßenverkehr gestorben, im Vorjahr waren es 12. Es verloren 5 Pkw-Insassen, davon 2 Lenker, ihr Leben, weiters ein Motorradfahrer, ein Mopedfahrer, 2 Radfa= hrer und ein Fußgänger. Hauptunfallursachen waren nicht angepaßte Geschwindigkeit (5), Vorrangverletzung (2) und Überholen (1).

Insgesamt sind heuer (vom 1. Jänner bis 9.Mai) nach vorläufigen Zah= len bereits 279 Menschen ums Leben gekommen, im Vergleichszeitraum des Vorjahres waren es nach endgültigen Zahlen 260 Menschen.

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