Großküchenprojekt in Tulln

Sobotka: Umweltschutz und Unterstützung der Region

St.Pölten (NLK) - Appetit auf heimische Lebensmittel aus biologischer Landwirtschaft zeigen Großküchen in Tulln. Am 7. Mai starteten das Krankenhaus, die Pensionisten- und Pflegeheime, die Landes-Feuerwehrschule und die Landwirtschaftliche Fachschule ihr Bioprojekt mit einem Biotag. Vom Frühstück bis zum Abendessen wird nur Biologisches serviert. Ab dann gibt es in den Einrichtungen täglich Bio-Lebensmittel zu genießen.

In den sieben Großküchen im Raum Tulln wird ab Anfang Mai in erster Linie Biologisches verkocht. Nach positiven Erfahrungen bei Probelieferungen und einem Besuch bei Biolieferanten werden Fleisch, Fleischwaren, Brot, Gebäck, Milch und Milchprodukte für das Projektjahr zu 100 Prozent biologisch eingekauft. Auch biologisch erzeugte Eier, Gemüse, Obst und Säfte werden verarbeitet.

Umwelt-Landesrat Mag. Wolfgang Sobotka hält dazu fest: "Frische und Qualität der Produkte sowie das Wissen über deren Herkunft sprechen für biologisch erzeugte Lebensmittel. Besonders die artgerechte Tierhaltung, aber auch kurze Transportwege, Umweltschutz und die Unterstützung der Region sind den Einkäufern und Küchenchefs in Tulln wichtig."

Bioprodukte sind allerdings nicht zum gleichen Preis wie herkömmliche Produkte erhältlich. Die Preise für Erzeugnisse aus konventioneller Landwirtschaft können deshalb so niedrig sein, weil mit hohem technischen und chemischen Aufwand gewirtschaftet wird. Auch die Konzentration in der Verarbeitung und beim Handel trägt zu niedrigen Preisen bei. Nicht eingerechnet sind die ökologischen und sozialen Folgekosten - z.B. für Pestizid- und Nitratbelastung im Grundwasser oder für soziale Lasten durch "Bauernhofsterben".

"Biologisch erzeugte Lebensmittel bedeuten einen erhöhten Arbeitsaufwand und etwas niedrigere Erträge und sind daher verständlicherweise teurer. Die biologische Landwirtschaft belastet dafür die Umwelt weniger. Zwei Drittel weniger Primärenergie, wesentlich weniger klimaschädliche Treibhausgase, keine Pestizide, keine Nitratbelastung von Böden, Oberflächen- und Grundwasser usw. Biobauern fördern natürliche Kreisläufe und achten auf artgerechte Tierhaltung. Höhere Erlöse für ihre Erzeugnisse ermöglichen die Sicherung der Existenz als Bauern", so Sobotka.

In der Einkaufsgemeinschaft Tulln will man im Projektjahr die höheren Preise in Kauf nehmen. Durch Änderungen im Speiseplan hofft man, den Mehrpreis zum Teil auffangen zu können. Schließlich aber steht der gute Geschmack und die hohe Qualität des Essens im Vordergrund.

Weitere Informationen zum Projekt "Bio in der Großküche" erhält man bei Mag. Karin Kaiblinger, ERNTE, Telefon 02233/56522 sowie bei Mag. Rosemarie Zehetgruber, "die umweltberatung", Telefon 02952/4344.

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