Hiller: Einkauf im Niemandsland gefährdet die Region um Laa

Innenminister muß für gemeinsame Zollabfertigung sorgen

Niederösterreich, 10.5.1999 (NÖI) Alarm schlägt LAbg. Franz Hiller aufgrund eines geplanten Factory-Outlet-Centers zwischen
den Grenzstellen Laa und Hevlin. Durch dieses Einkaufszentrum, das im "Zoll-Niemandsland" entstehen soll, wird die ohnehin schon
schwer benachteiligte Grenzregion rund um Laa an der Thaya wirtschaftlich geschwächt. Die Errichter dieses Einkaufszentrums unterliegen nämlich nicht der tschechischen Finanz- bzw. Zollverwaltung, das heißt sie haben wesentliche steuerliche Vorteile gegenüber anderen Betrieben und das bedeutet einen immensen Wettbewerbsvorteil, erklärte LAbg. Franz Hiller.****

Hiller wies in diesem Zusammenhang darauf hin, daß der einzige Ausweg aus dieser Misere eine gemeinsame Zollabfertigung ist. Dadurch würde das Einkaufszentrum nicht mehr zum "Niemands-Land" gehören, und es müßten an den tschechischen Staat Steuern entrichtet werden. Der Innenminister ist hier gefordert, dafür zu sorgen, daß die Voraussetzungen für eine Zusammenlegung der beiden Grenzstellen geschaffen werden.

"Es kann nicht sein, daß eine Region, die ohnehin schon durch ihre geographische Lage zu leiden hat - im Jahr 1998 überquerten 4,2 Millionen Reisende die Grenze bei Laa und 60% dieser Reisenden fahren über die Grenze um billig einzukaufen - nun noch mehr geschwächt wird. Ich fordere daher eine rasche Lösung für eine Zusammenlegung der beiden Zollabfertigungsstellen", so Hiller.
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