Koczur: 1999 – Jahr der Senioren – Aktuelle Stunde im NÖ Landtag

Bis zum Jahr 2025 mehr als ein Drittel der EU-Bürger im Rentenalter

St. Pölten, (SPI) – Die Vereinten Nationen haben das Jahr 1999 zum Internationalen Jahr der Senioren erklärt. Die niedrige Geburtenrate und die auf den medizinischen Fortschritt zurückzuführende höhere Lebenserwartung in den EU-Ländern haben zu einer Umkehr der Alterspyramide geführt. Bis zum Jahr 2025 werden mehr als ein Drittel der EU-Bürger im Rentenalter sein. Ziel des Internationalen Jahres ist es, auf die demographische Lage aufmerksam zu machen, Debatten anzuregen, die Koordination
zwischen verschiedenen Diensten zu verbessern sowie Aktionsstrategien und den Erfahrungsaustausch zu fördern. "Die Veränderung in der Bevölkerungsstruktur stellen nicht nur die EU, sondern auch die Mitgliedsstaaten und die Regionen vor neue, große Aufgaben. Die Verbesserung der Voraussetzungen für ein längeres gesundes und aktives Leben, eine angemessene Versorgung und Betreuung älterer Menschen sowie die Sicherung eines seniorengerechten Lebensumfeldes sind wichtige Aufgaben der Politik”, stellt SP-Klubobmann, Abg. Anton Koczur, dazu fest. Der Politiker ist als Vertreter des Österreichischen Gemeindebundes im Ausschuß der Regionen der EU in die entsprechenden Initiativen der Europäischen Union eingebunden.****

Seniorenpolitik bedeutet:

Sicherung eines längeren gesunden und aktiven Lebens:
Aufgabe ist es, neben der umfassenden Gesundheitsversorgung auch
die physische, psychische und soziale Leistungsfähigkeit der älteren Menschen zu sichern. Dabei ist Sport ein wichtiges Instrument zur Erhaltung der Gesundheit und der Leistungsfähigkeit sowie zur Verhinderung der Ausgrenzung und zur Erholung.

Angemessene Versorgung und Betreuung:
Mit der Überalterung der Bevölkerung wächst auch der Bedarf an Sozial- und Gesundheitsdiensten. Insbesondere steigt der Bedarf an Hilfs-, Pflege- und Fürsorgebedarf. Statt stationärer Pflege sollten Rehabilitierung und ambulante Behandlung im Vordergrund stehen, bei der Konzeption des "sozialen Netzes” ist es notwendig, die Familien, Angehörige, Freunde, Nachbarn und das gesamte nähere soziale Umfeld in Zukunft stärker miteinzubeziehen.

Seniorengerechte Wohnungen, Lebensumgebung und Verkehrseinrichtungen:
Wohnungspolitik, Raumplanung und Verkehrs müssen noch stärker, vor allem im kommunalen Bereich, auf die Bedürfnisse der älteren Menschen ausgerichtet werden.

Sicherung des Einkommens älterer Menschen:
Voraussetzung für die Eigenständigkeit älterer Menschen ist ein ausreichender Lebensstandard. Die Senioren müssen einen gerechten Anteil an der volkswirtschaftlichen Entwicklung bekommen, von stärkerer Bedeutung wird in Zukunft sicherlich eine flexible Kombination von Arbeit und Ruhestand sein. Zu beachten gilt es,
daß mit der zunehmenden Lebenserwartung der Bevölkerung ein immer größerer Teil der Kaufkraft von den älteren Menschen ausgeht.

Verbesserung der Bildungs- und sozialen
Mitgestaltungsmöglichkeiten älterer Menschen:
Ältere Menschen sollten die Möglichkeit haben, die ihre Belange betreffenden Entscheidungsprozesse zu beeinflussen und mitzugestalten. Auch über die demokratisch gewählten Volksvertretungen sollen ihnen direkte Mitgestaltungs- und Einflußmöglichkeiten geboten werden. Weiters ist besonders darauf hinzuweisen, daß ein nicht unwesentlicher Teil der ehrenamtlichen Tätigkeit im Land und in den Gemeinden von älteren Menschen wahrgenommen wird.

"Die NÖ Sozialdemokraten werden jedenfalls das Internationale Jahr der Senioren dazu benutzen, die Anliegen der älteren Menschen in Niederösterreich und in den Gemeinden stärker "bewußt” zu machen, auch sind auf Gemeindeebene entsprechende Initiativen geplant. Auf Ebene des Landtages plant die SPÖ die Beantragung einer "Aktuellen Stunde”, um die politische Arbeit auf Landesebene im Bereich der älteren Generation zu vertiefen und wenn notwendig auszuweiten”, so Klubobmann Abg. Anton Koczur.
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