Schwedisches Karenzgeldmodell ist finanzierbar

Die SPÖ-Ministerinnen Prammer und Hostasch legen erstmals detaillierte Pläne für ein einkommensbezogenes Karenzgeld vor

Wien (OTS) - Die Familienpolitik rückt wieder ins Zentrum des Wahlkampfes. Nachdem die ÖVP im Vormonat ihr Kampfthema "Karenzgeld für alle" zur Bedingung für eine neuerliche große Koalition erhoben hatte, rüstet nun die SPÖ zur Gegenoffensive. Sozialministerin Lore Hostasch und Frauenministerin Barbara Prammer haben die Grundzüge einer Karenzgeldreform nach schwedischem Muster ausgearbeitet. In seiner am Montag erscheinenden Ausgabe berichtet das Nachrichtenmagazin FORMAT über ein internes Papier der beiden Ministerinnen, in dem sie erstmals konkrete Zahlen nennen.

Das Karenzgeld soll künftig an das Erwerbseinkommen gekoppelt werden. Statt dem bisherigen Fixum von rund 5.600 Schilling sollen Karenzgeldbezieher in Zukunft zwischen 6.000 und 14.000 Schilling pro Monat bekommen. Die Obergrenze orientiert sich am höchsten Arbeitslosengeld.

60 Prozent der Karenzgeldbeziehenden würden von dieser Reform profitieren, schätzt das rote Arbeitspapier. Durchschnittlich würden die Mütter und Väter nach der Novellierung auf ein Karenzgeld von 7.743 Schilling kommen.

Das überraschendste Ergebnis der Berechnungen: Der finanzielle Mehraufwand des einkommensbezogenes Karenzgeldes würde nur etwa 1,8 Milliarden Schilling betragen.

Frauenministerin Barbara Prammer sagte im Interview mit FORMAT, der Finanzminister sei in die Entwicklung des Modells eingebunden gewesen. "Er kennt die Überlegungen. Alles weitere ist Gegenstand von Detailverhandlungen. Im übrigen ist das neue Modell keine große Belastung der Staatskasse. Es ist finanzierbar." Auch der Kanzler stehe voll hinter ihr, so Prammer. Sie will die Novelle schon in der kommenden Legislaturperiode umsetzen.

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