Bartenstein: Mütter sind immer noch zu vielen Nachteilen ausgesetzt

Wien (OTS) - "Leistungen im Wert von rund 800 Milliarden Schilling erbringen Österreichs Familien jährlich. Über 80 Prozent davon werden unentgeltlich von Frauen und Müttern erbracht. Für diese materiellen Leistungen bekommen sie aber keinen wirklichen Ausgleich." Darauf wies Familienminister Dr. Martin Bartenstein heute, Samstag, anläßlich des morgigen Muttertags hin.

Frauen seien durch Beruf, Kinder, Haushalt und Angehörigenpflege in vielen Fällen einer Mehrfachbelastung ausgesetzt. Um diese Belastung zu lindern, seien eine partnerschaftliche Familienführung und eine familiengerechtere Arbeitswelt die wichtigsten Voraussetzungen. Die Einführung familienfreundlicher Arbeitszeitmodelle und der Ausbau der Kinderbetreuungseinrichtungen seien weiterhin politische Hauptaufgaben, um die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu erleichtern.

Bartenstein erneuerte seine Forderung nach der Einführung eines Karenzgelds für alle Mütter. Die jetzige Regelung, daß einige Gruppen von Frauen von dieser Leistung ausgeschlossen bleiben, komme einer Diskriminierung gleich. "Es darf keine Mütter zweiter Klasse geben", sagte Bartenstein.

Eine Absage erteilte er jener politischen Linie, die nur außerhäusliche Arbeit als gesellschaftlich anerkannte Arbeit propagiert, " Familienarbeit ist ein Wert und eine Leistung an sich", betonte der Minister.

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