"Pilgrampreis 1999": Bauprojekte mit Naturstein weiter fördern

Anerkennung für herausragende Steinkunstwerke

SALZBURG (HKS). Jahr für Jahr werden in ganz Österreich zweckmäßige, schöne und dekorative Objekte aus Naturstein hergestellt. Diese Leistungen werden mit dem "Pilgrampreis" gewürdigt, den die Bundesinnung der österreichischen Steinmetzmeister 1988 ins Leben gerufen hat. Heute, Freitag, 7.
Mai, fand im Stift St. Peter bereits zum sechsten Mal die
Verleihung dieser Auszeichnung statt.
"Das Ziel unserer Initiative ist es, kreative Architekten zur Verwendung von Naturstein anzuregen", betonte Bundesinnungsmeister Komm.-Rat Ing. Franz Bamberger anläßlich der Verleihung. "Die ständig steigende Zahl von Einreichungen bestätigt unseren Weg, alle Bauschaffenden zu animieren, Naturstein zum Erreichen der Planungsziele zu verwenden. Naturstein ist als ältester Baustoff der Erde moderner als je zuvor!"

Kreativität und Ideenreichtum als Erfolgsfaktoren
LHStv. Dr. Arno Gasteiger würdigte die Initiative der Bundesinnung der Steinmetzmeister und unterstrich den besonderen Wert dieser Auszeichnung: "Gerade die Steinmetze stehen seit dem EU-Beitritt
im verschärften Wettbewerb mit kostengünstigeren Anbietern aus dem Ausland. In dieser Situation liefert der Pilgrampreis einen wertvollen Beitrag zur Förderung von Kreativität und Ideenreichtum, Faktoren, die im täglichen Wettbewerb von entscheidender Bedeutung sind. Mit diesem Einsatz wird das Steinmetzgewerbe auch in Zukunft einen wichtigen Platz innerhalb
des Baugewerbes einnehmen."
Trotz der ständig steigenden Zahl der Einreichungen sieht Landesinnungsmeister Adolf Moser eine Stagnation bei größeren Bauprojekten mit Naturstein: "Durch die österreichweit
nachlassende Bautätigkeit werden die Großprojekte vor allem bei der Fassadengestaltung immer weniger. Wünschenswert wäre, daß dieser Bereich in Zukunft stärker forciert würde, damit auch wieder mehr größere Projekte Eingang in den Bewerb finden."

100.000 S Preisgeld für die Sieger
Anton Pilgram, dessen Namen dieser Preis trägt, leitete von 1511 bis 1515 die Bauhütte des Stephansdomes in Wien. Der um 1460 in Brünn geborene Bildhauer und Baumeister schuf in dieser Zeit auch seine bekanntesten Werke. Dazu zählen unter anderem der Orgel- und der Kanzelfuß im Stephansdom. Mit dem Pilgrampreis werden die besten Ausführungen und originellsten Ideen beim Bau von Hausfassaden, Treppen, Kaminen und sonstigen Skulpturen aus Naturstein ausgezeichnet. Der mit 100.000 S (7267 EUR€) dotierte Preis wird auf drei Kategorien aufgeteilt:
In der Sparte "Architektur des Objektbaus" (50.000 S Preisgeld) siegte das Projekt "Cafe-Restaurant-Bar Dennstedt" der Wiener Architekten Dipl.-Ing. Werner Larch und Dipl.-Ing. Claudia König
an der Laudongasse in Wien/8. Bezirk.
Bei den "Kleinen Objekten" (30.000 S) konnte der "Vitrine-Kamin-Medienschrank" der Wiener Firma Neumann & Partner die Juroren überzeugen.
Sieger in der Kategorie "Originelle Teillösungen und Kleinplastik" (20.000 S) wurden der Steinbildhauer Erhard Kassian aus
Wenns/Tirol mit seinem Projekt "Klangschlüssel aus Stein" und Dipl.-Ing. Albert Windisch aus Graz mit der Kleinplastik "Markstein".
Anerkennungspreise erhielten der Architekt Dipl.-Ing. Richard Zeitlhuber aus Herzogenburg/Niederösterreich, die Firma Strasser Steinbau GmbH in St. Martin im Mühlkreis/Oberösterreich (mit einer Filiale in der Stadt Salzburg) und der Wiener Steinbildhauer Vihar Kiusev.

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