Latest news zum Handy-Verbot beim Fahren

Endgültiger Text der "Freisprechverordnung" wird am 11. Mai veröffentlicht

Wien (OTS) - Ab 1. Juli tritt die langjährige Forderung des KfV in Kraft: Telefonieren im Auto nur mehr mit Freisprecheinrichtung! Übergangsregelung gilt bis 31.12.2001.

Dienstag, den 11. Mai 1999, wird die Freisprechverordnung im Bundesgesetzblatt Teil II unter der Nummer 1999/152 veröffentlicht. Ab 1. Juli 1999 tritt damit die langjährige KfV-Forderung, im Auto nur mehr mit Freisprecheinrichtung zu telefonieren in Kraft.

Die Verordnung im Detail:

- Anforderungen an Freisprecheinrichtungen: Grundsätzlich gilt:
Der Fahrer muß die maßgeblichen Funktionen des Mobiltelefons mit einer Hand bedienen können, ohne Sichtbeeinträchtigung durch Kabeln und ohne die beim Lenken erforderliche Körperhaltung wesentlich zu ändern. Kopfhörer sind gestattet.

- Bestimmung für Lenker:
Nur Freisprecheinrichtungen, die eine ungestörte Fahrt gewährleisten, dürfen zum Einsatz kommen.

- Übergangsbestimmungen:
Die Verordnung tritt am 1. Juli in Kraft.
Freisprecheinrichtungen, die zum Zeitpunkt des Inkrafttretens dieser Verordnung bereits eingebaut sind, aber nicht den oben genannten Anforderungen entsprechen, dürfen bis längstens 31.12. 2001 verwendet werden.

Tips zum besseren Umgang mit der Freisprecheinrichtung:

- Ein Telefonat ist mehr als ein Gespräch: Das vielzitierte Beispiel, daß Telefonieren im Auto einem Gespräch mit dem Beifahrer gleichzusetzen ist, stimmt nicht. Fahrer unterbrechen automatisch das anregende Gespräch mit dem Beifahrer, wenn es im Straßenverkehr brenzlig wird. Dieses Verhalten läßt sich auf ein Telefonat nicht umlegen. Diese mentale Ablenkung ist unabhängig davon, ob nun das Handy gehalten oder mit Freisprechanlage verwendet wird.

- Keine Liebeserklärungen während der Fahrt: Emotional aufregende Gespräche sollten im Verkehr unbedingt vermieden werden.

- Vielredner leben gefährlicher: Wer im Monat mehr als 50 Minuten im Verkehr telefoniert, riskiert fünfmal so häufig in einen Unfall verwickelt zu werden als Nicht-Telefonierer. Verkehrsexperten warnen davor, sich im dichten Stadtverkehr zu verplaudern, und raten von langen Gesprächen hinterm Lenkrad, auch via Freisprechanlage, ab.

- Wenn möglich: Telefonate vermeiden! Telefonieren Sie erst, wenn Sie an einer geeigneten Stelle stehen bleiben können, oder lassen Sie Ihren Beifahrer das Gespräch übernehmen.

- Andere Alternativen: Gerade neueste Innovationen im Kommunikationsbereich könnten statt dem Telefonieren im Auto eingesetzt werden: Die von den Netzwerkanbietern eingerichteten Dienste wie Mailbox (=Anrufbeantworter) oder SMS (=schriftliche Kurznachricht, auf dem Display ablesbar) erlauben Alleinfahrern -ohne Informationsverlust - das Abschalten des Telefons während der Fahrt.

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