Facility Management - Neue Herausforderung für das Baugewerbe

Baumeister wollen sich vermehrt in der Gebäudebetreuung engagieren

PWK - "Im Bereich des Facility Managements liegen auch für heimische Baumeister vielversprechende Chancen und Möglichkeiten." Das betonte der Bundesinnungsmeister der Baugewerbe Johannes Lahofer vor dem Hintergrund der derzeit in Wien stattfindenden Facility Messe. ****

Bei einer kürzlich abgeschlossenen bundesweiten Informations- und Diskussionsreihe der Bundesinnung in Kooperation mit dem FM Experten Mag. Markus Aschauer zeigte sich , daß eine große Zahl von Baugewerbetreibenden bereits eine Fülle von verschiedensten technischen und infrastrukturellen Facility Managementtätigkeiten wahrnimmt und ein starker Bedarf an der Erweiterung dieses Marktsegmentes besteht. Die Interessenspalette reicht von der Forcierung von Betreibermodellen, vor allem im kommunalen Bereich (privat public partnerships), Übernahme thermischer Sanierungen bei Finanzierung über die künftigen Energiekosteneinsparungen (performance contracting), vermehrte Übernahme der laufenden Gebäudewartung ( z.B. Einführung eines Hausservicebuches), Anstellen von Kennzahlen- bzw. Kostenvergleichen (benchmarking) bis hin zum umfassenden Projektmanagement, von der Finanzierung, Planung, Entwicklung, Errichtung und zum Betrieb aus einer Hand

( Hotels, Tiefgaragen, Einkaufszentren, Kläranlagen, etc.)

Da die Gebäudebewirtschaftung nicht in dem Ausmaß saisonabhängig ist, wie die Gebäudeerrichtung und durch eigene Projektinitiativen von Baufirmen antizyklisch agiert werden kann, sieht der Bundesinnungsmeister darin auch eine Möglichkeit, die Arbeitslosenziffern im Baugewerbe zu verringern.

"Das gebäudebezogene Facility- und Projektmanagement, so Lahofer, ist eine konsequente Fortführung der klassischen Generalunternehmertätigkeit des Baumeisters, weshalb dieser Bereich im Zuge der letzten Gewerberechtsnovelle im Berechtigungsumfang des Baumeisters verankert wurde. Die Tatsache, daß von den Lebenszykluskosten eines Gebäudes nur rund 15 Prozent auf die Errichtung und 85 Prozent auf die Gebäudenutzung entfallen, zeigt, welches wirtschaftliches Potential in der Gebäudebewirtschaftung liegt und wie wichtig eine vorausschauende, nutzerorientierte Planung ist."

Aufgrund des regen Mitgliederinteresses hat die Bundesinnung der Baugewerbe beschlossen, bei der künftigen Aus- und Weiterbildung von Baumeistern und deren Fachkräften, diese Bereiche in verschiedensten Formen zu fördern und zu unterstützen.

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