Brauner: Gleichstellung und Management kein Widerspruch

Wiener Frauenstadträtin bei internationaler Konferenz in Wien

Wien, (OTS) "Gleichstellung und modernes Management sind kein Widerspruch, sondern ergänzen einander, im Sinne der Frauen und im Sinne der Wirtschaft," zeigte sich die Wiener Frauen- und Personalstadträtin, Mag. Renate Brauner, in einem Kurzreferat anläßlich der Eröffnung der internationalen Konferenz "STEP 99 -Gleichstellungsorientiertes Management in Unternehmen" überzeugt.

Die zweitägige Konferenz wird von der SFS-Forschungsstelle gemeinsam mit dem Forschungszentrum W.A.S. veranstaltet; Unterstützung kommt u.a. vom Frauenbüro der Stadt Wien (MA 57), das bereits seit einigen Jahren in EU-Projekten zu Fragen der innerbetrieblichen Frauenförderung ("Managing Equality") eingebunden ist. Themen der Konferenz, die im Hotel Altmannsdorf, Wien 12, Hoffingergasse 26-28 stattfindet, sind u.a. Fallbeispiele positiver betrieblicher Frauenpolitik, Vergleiche der Situation in den EU-Ländern oder auch Schritte zur Verwirklichung eines gleichstellungsorientierten Managements.

Vor den rund 100 TeilnehmerInnen aus dem In- und Ausland
zeigte sich Brauner überzeugt, dass die EU-Politik des "Mainstreaming" auch als Leitlinie für die Frauen- und Gleichstellungspolitik der Stadt Wien funktioniere, "und zwar
sowohl auf der personalpolitischen als auch auf der inhaltlichen Ebene."

Gemeinde Wien als frauenfreundliche Arbeitgeberin

"Die Stadt Wien bekennt sich mit einem eigenen Gleichbehandlungsgesetz zu Gleichstellungsmaßnahmen im Rahmen
ihrer Personalpolitik," erläuterte Brauner. "Wir verfügen über ein starkes und aktives Netzwerk für Gleichbehandlung bei den MitarbeiterInnen der Stadt Wien." Zu diesem Netzwerk zählten u. a die fünf unabhängigen, weisungsfreien Gleichbehandlungsbeauftragten, die 129 Kontaktfrauen als Ansprechpartnerinnen in den Dienststellen vor Ort, die Wiener Arbeitsgruppe für Gleichbehandlungsfragen sowie die Gleichbehandlungskommission. "Derzeit ist auch ein Betriebskindergarten im Rathaus in Planung, der sicher auch einen wichtigen Schritt zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie für unsere Bediensteten darstellen wird," so die Stadträtin.

Brauner: Frauenpolitik als Querschnittspolitik

Auch auf der inhaltlichen Ebene gelte die Leitlinie der Frauenpolitik als Querschnittspolitik, so Brauner. "Maßnahmen für Frauen werden nicht nur in einer eigenen Frauenabteilung gesetzt, sondern sollten selbstverständlicher Bestandteil aller
Fachbereiche der Wiener Stadtverwaltung sein," sagte die Frauenstadträtin. Beispiele für diesen Ansatz seien bereits in einigen konkreten Maßnahmen sichtbar, wie etwa der Frauenarbeitsstiftung (FAST) und dem Wiedereinsteigerinnen-
Programm des Wiener ArbeitnehmerInnen-Förderungsfonds (WAFF),dem Wiener Frauengesundheitsprogramm, den Frauengesundheitszentren und der Wiener Frauengesundheitsbeauftragten, aber auch auf Ebene der Planung die Leitstelle für frauen- und alltagsgerechtes Planen und Bauen.

Als jüngstes Beispiel nannte Brauner das Frauenservice des Wiener Wirtschaftsförderungsfonds (WWFF). "Diese neue Anlaufstelle steht allen Frauen offen, die den Schritt in die Selbständigkeit wagen." Gerade dieser letzte Schritt sei, so die Frauenstadträtin, auch als klares Bekenntnis der Stadt Wien zu einer querschnittsorientierten Frauenpolitik zu sehen, die eine wichtige Ergänzung der innerbetrieblichen Frauenförderung und Gleichstellung darstelle. "Dass die neue Frauenservicestelle gemeinsam von Finanz- und Wirtschaftsstadträtin Ederer und Wirtschaftskammer-Präsidenten Nettig vorgestellt wird, nehme ich gerne auch als Signal dafür, dass in Zukunft auch die Gleichstellungsmaßnahmen im öffentlichen Dienst als Vorbild für die Wirtschaft dienen können," sagte Brauner abschließend, "denn wie nicht nur diese Konferenz, sondern auch die bereits langjährigen praktischen Erfahrungen zeigen, ist es schlicht unökonomisch, auf das Potential und die Kreativität der Frauen in der Wirtschaft zu verzichten." (Schluß) mk

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