Land- und Forstwirtschaft am Weg zum Klimabündnisziel

Blochberger und Sobotka präsentieren Studie

St.Pölten (NLK) - Im Rahmen der Fachtagung "Land- und Forstwirtschaft auf dem Weg zum Klimabündnisziel" in St.Pölten präsentierten heute Umwelt-Landesrat Mag.Wolfgang Sobotka und Agrar-Landesrat Franz Blochberger die Studie "Einfluß von Forstwirtschaft, Landwirtschaft und Ernährung auf das Klima".

Ein landwirtschaftlicher Betrieb mit ökologischer Bewirtschaftung erzeuge in Summe zwei Drittel weniger CO2 als ein herkömmlicher Betrieb, sagte dabei Blochberger. In der Landwirtschaft, die 15 Prozent des CO2-Ausstoßes verursache, vermehrt auf biologischen Landbau zu setzen, sei der richtige, aber ein schwieriger Weg, weil man sich die Konsumenten selber suchen müsse.

In Niederösterreich werden 58.000 Hektar ökologisch bewirtschaftet. Die Zahl der Biobauern liegt bei 2.900 oder 16 Prozent der österreichischen Biobauern. Durch das österreichische Programm für Umwelt und Landwirtschaft (ÖPUL), mit dem österreichweit 7,5 Milliarden Schilling ausgeschüttet werden, die NÖ Ökopunkteaktion, die österreichweit einzigartig sei und 1.450 Betriebe umfasse, den forcierten Einsatz von Biomasse und das Kaufverhalten der Konsumenten könnten Verbesserungen der Klimasituation erreicht werden.

Im Biomasse-Forschungsbereich werden Land und EVN je 10 Millionen Schilling investieren und im Herbst einen Versuch in Wiener Neustadt starten. Er bedaure, so Blochberger abschließend, daß es keine politische Verankerung der Ökologisierung der Steuerreform gebe und auch in der Agenda 2000 keine klare Formulierung bezüglich der nachwachsenden Rohstoffe enthalten sei.

Sobotka verwies auf die Wichtigkeit des ökologischen Landbaues hinsichtlich der Vermeidung von Überproduktion, Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung für das Ziel einer ökologisch orientierten Gesellschaft. Die umfassende Studie des Arbeitskreises Land- und Forstwirtschaft als einem von 93 niederösterreichischen Klimabündnis-Arbeitskreisen enthalte Richtlinien für die Förderung einer klimagerechten Landwirtschaft.

Zuzüglich zu dem bereits mit absolut positiven Ergebnissen laufenden Projekt "Bio in der Großküche", das auf gesunde Lebensmittel, kleinregionalen Verkehr und einem Verbleib der Wertschöpfung in der Region setze, werde man im Herbst eine Offensive für den klimarelevanten Werkstoff Holz setzen und versuchen, mit einer Bündelung von Maßnahmen und Interessen Holz als besonderes Markenzeichen Niederösterreichs zu etablieren.

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