Kautz: 90 Millionen Schilling für Sportförderung - Breitensport von großer gesellschaftlicher Bedeutung

Neuverteilung der LOTTO-TOTO-Einnahmen, mehr Geld für kleinere Vereine

St. Pölten, (SPI) - Von den mehr als 90 Millionen Schilling, welche das Land Niederösterreich im Jahr 1998 für den Sport in Niederösterreich aufgewendet hat, floßen rund die Hälfte in die Errichtung, Modernisierung und Ausbau von Sportstätten und Sportanlagen. Insgesamt 362 Vereine und 132 Gemeinden erhielten damit Förderungen, die größtenteils dem Breitensport und den gängigen "Volkssportarten” zu gute gekommen sind. Zu den geförderten Projekten zählen unter anderem 253 Fußball- und 64 Tennisanlagen, 23 Turn- bzw. Mehrzweckhallen inklusive der Ausstattung, 28 Mehrzweckplätze, 11 Hallen- und Freibäder, 25 Asphaltstock- und 9 Leichtathletikanlagen. "Dies ist eine mehr als erfolgreiche Statistik die zeigt, daß sich Niederösterreich der gesellschaftlichen Bedeutung des Breitensports bewußt ist”, stellt der Sportsprecher der NÖ Sozialdemokraten, Abg. Herbert Kautz, zur Beschlußfassung des NÖ Sportberichtes des Jahres 1998 in der vergangenen Sitzung des NÖ Landtages fest.****

"Diese positive Darstellung darf uns jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, daß in vielen Bereichen noch Verbesserungen möglich wären. So würde beispielsweise die Einrichtung eines Sportausschusses auf der Ebene der Gemeinden helfen, in den
Kommunen - dort, wo die alltägliche Arbeit mit den Vereinen schließlich stattfindet - die Förderungsmöglichkeiten zu verbessern und eine direkte Arbeitsplattform in den Kommunen zu schaffen. Weiters können sich nicht alle Vereine in Niederösterreich einer umfassenden Unterstützung erfreuen, viele fallen bei Förderungen noch immer durch den Rost. Hier ist zu überlegen, jene drei Prozent aus den jährlichen LOTTO-TOTO-Einnahmen, die neben den Unterstützungen der Länder, der Gemeinden, der Ministerien und teilweise auch des Fremdenverkehrs
in den Sport fließen, neu zu verteilen. "Der Spitzensport hat viel mehr Möglichkeiten, Finanzmittel - so beispielsweise auch aus der Werbung - zu lukrieren. Kleinere Vereine haben dies nicht und befinden sich alle Jahre wieder im Kampf mit dem "Budget”. Mehr Geld für den Breitensport, weniger Mittel für den Spitzensport wäre sicher überlegenswert”, so der SP-Sportsprecher.

"Weiter ist von Anfang an klarzustellen, daß beim Projekt des Industriemagnaten Frank Stronach, einen eigenen Sportwetten-TV-Kanal einzurichten, die Sportförderung entsprechend berücksichtigt werden muß. Im Rahmen dieser Planungen ist es durchaus fair, mindestens 5 Prozent der jährlichen Wetteinnahmen aus dem Sportwetten-Kanal für die Förderung von Sportvereinen einzufordern. Dies würde nicht nur das Förderspektrum stärken, sondern auch mehr Mittel freisetzen”, so Abg. Kautz. Hier ist die Bundesregierung aufgefordert, rechtzeitig die Weichen zu stellen
und entsprechende Forderungen in den Verhandlungen mit Stronach durchzusetzen. In einem gemeinsamen Resolutionsantrag von VP und
SP wurde bei der vergangenen Landtagssitzung weiters die NÖ Landesregierung aufgefordert, im nächsten Sportbericht unter anderem klar zu berichten, in welchem Verhältnis die Sportförderung den Breitensport und den Spitzensport unterstützt und wie die Förderung des Nachwuchses im Rahmen der Sportförderung erfolgt.
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