Jugendanwalt fordert Unterstützung für überforderte Lehrer

Schlimme Schüler zu bestrafen ist kontraproduktiv

Wien (OTS) - Es sei ein "Zeichen von Überforderung und ein
massiver Hilferuf von einigen Lehrkräften", wenn ein Lehrerverein an die Öffentlichkeit tritt und härtere Strafen für SchülerInnen fordert, die verhaltensauffällig sind, meinte der Wiener Jugendanwalt Dr. Anton Schmid.****

Nicht durch die Bestrafung der SchülerInnen, sondern durch Unterstützung der LehrerInnen sei eine wirkungsvolle Verbesserung im Schulalltag zu erreichen.

Verhaltensauffälligkeiten der Kinder und Jugendlichen sind letztlich nichts anderes als ein Defizit an Anerkennung, Achtung
und Selbstbewußtsein, die sicherlich nicht durch soziale Dienste wie z.B. Bücher in Bibliotheken schlichten zu ändern sind.

Man müsse die Hilferufe der LehrerInnen ernst nehmen und darf nicht den Fehler begehen "die Lehrkräfte als Verfechter einer Schwarzen Pädagogik abzustempeln", so der Jugendanwalt.

Manche Lehrer stünden mit ihren Problemen in der Klasse allein auf weiter Flur und trauen sich nicht ihre Hilflosigkeit einzugestehen und mit KollegInnen darüber zu sprechen.

Daher wäre es wichtig, Lehrkräften durch Schulungen, Supervisionen und positiven methodischen Konzepten die Kraft zu geben, die von verhaltensauffälligen SchülerInnen gesetzten Probleme gemeinsam mit ihnen aufzuarbeiten.

Nicht das gegenseitige Schuld zuweisen und Verteilen von Geldstrafen an Eltern sei sinnvoll, sondern die gemeinsamen Bemühungen sich den Problemen der Kinder und Jugendlichen anzunehmen seien zielführend, schloß der Jugendanwalt.

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