Ettl: Verhindern, dass die Menschen arbeitslos werden

Für eine aktive europäische Beschäftigungspolitik

Wien (FSG). "Wir müssen verhindern, dass die Menschen überhaupt arbeitslos werden. Daher ist auch eine aktive europäische Beschäftigungspolitik notwendig. Neoliberale Ansätze sind dafür nicht geeignet", stellte Harald Ettl, der Kandidat der Fraktion sozialdemokratischer Gewerkschafter (FSG) auf der Liste der SPÖ für die EU-Wahl und EU-Abgeordneter fest. ++++

"Wenn wir in Europa weniger Arbeitslose wollen, müssen wir Rahmenbedingungen für Beschäftigung schaffen. Dazu ist eine aktive Beschäftigungspolitik notwendig. Grundsatz muss daher sein, dass Arbeitslosigkeit überhaupt verhindert wird", so Ettl. Der Gewerkschafter verwies auf die Tatsache, dass es bereits nach
sechs Monaten ohne Arbeit für einen Arbeitslosen schwierig werde, einen neuen Arbeitsplatz zu finden. Der EU-Abgeordnete: "Daher ist Vorbeugen besser als nachher wiedereingliedern."

Ettl fordert noch stärkere Anstrengungen hin zu einem lebenslangen Lernen sowie besserer Aus- und Weiterbildung. Ein weiterer Schwerpunkt müsse, so der Gewerkschafter, die besondere Förderung benachteiligter Gruppen sein. Der EU-Abgeordnete verwies auf die EU-Programme für Frauen, Langzeitarbeitslose und Jugendliche.
Ettl: "In Österreich muss das von Sozialministerin Hostasch gemeinsam mit den Sozialpartnern entwickelte Modell gegen die Altersarbeitslosigkeit verwirklicht werden".

Der Gewerkschafter fordert weiters eine europäische Strategie für Wachstum und Beschäftigung. Ettl: "Als Sozialdemokraten wollen
wir, dass die Menschen neue Fähigkeiten erlernen können und dass neue Wege mit sozialer Integration sowie mit nicht-inflatorischen Wachstum gefördert werden". Dieser Ansatz müsse generell zu einem höheren Wachstum und zu mehr Beschäftigung führen. Weiters müssen sozialer Schutz und Wettbewerbsfähigkeit kombiniert werden.

Der EU-Abgeordnete kritisierte die ständigen Versuche, die Arbeitslosigkeit durch neoliberale Politik zu bekämpfen. Ettl:
"Mit einer neoliberalen Politik ist Europa zu einem Teufelskreis verdammt, der sich durch höhere Arbeitslosigkeit, fehlenden Sozialschutz, einer Verschlechterung des Sozialmodells und schliesslich durch sinkende Wettbewerbsfähigkeit auszeichnet. Das müssen wir verhindern". (ff)

FSG, 5. Mai 1999 Nr. 23

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