5 Jahre mobile Frühförderung in Niederösterreich

Prokop: Familien entlasten und Perspektiven schaffen

St.Pölten (NLK) - Anläßlich von fünf Jahren mobiler Frühförderung in Niederösterreich fand heute in St.Pölten in Anwesenheit von Landeshauptmannstellvertreterin Liese Prokop und Landesrätin Traude Votruba eine Enquete "Frühförderung: Von der Kindzentrierung zur Familienorientierung" statt.

Prokop betonte dabei, das Wort "Behinderte" sollte längst ausgedient haben. Es handle sich um Menschen mit besonderen Bedürfnissen und dem Recht auf gesellschaftliche Anerkennung statt Mitleid. In Niederösterreich zeige nicht zuletzt das Anwachsen des Budgets von 46 Millionen in den siebziger Jahren auf 1,2 Milliarden Schilling im Jahr 2000, welcher Stellenwert diesem Thema zukomme.

Der vor fünf Jahren eingeschlagene Weg in der Frühförderung mit dem Ziel eines mobilen und flächendeckenden Angebotes habe sich als richtige Entscheidung erwiesen. Die Frühförderung sei eine familienpolitische Maßnahme mit gesellschafts- und sozialpolitischer Relevanz, um Familien psychisch bzw. physisch zu entlasten und Perspektiven für die Zukunft zu schaffen. Zur Überwindung von Isolation, Aggression und Über-Fürsorge sei es sehr wichtig, daß betroffene Eltern möglichst früh mit fachlich geschulten Ansprechpartnern in Kontakt kommen. Die Frühförderung habe sich längst von der reinen Therapie und Förderung der Kinder zu einer wirklichen Familienbegleitung gewandelt, so Prokop.

Mobile Frühförderung wird in Niederösterreich durch sechs Ambulatorien in Wiener Neustadt, Strebersdorf/Mistelbach, Amstetten, Waidhofen an der Thaya, Zwettl und St.Pölten sowie sechs Frühförderstellen in Leobersdorf, Krems, Tulln, Kemmelbach, Pischelsdorf und Klosterneuburg flächendeckend angeboten, 2001 soll ein weiteres Ambulatorium in Mödling seinen Betrieb aufnehmen. Die Zahl der in der Frühförderung betreuten Kinder stieg in Niederösterreich im Zeitraum 1995 - 1999 von 93 auf 245, zuzüglich der etwa 2.300 in den Ambulatorien betreuten Kinder und Jugendlichen. Für die Frühförderung in Niederösterreich sind für heuer Kosten von 8,25 Millionen Schilling zu erwarten.

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