Muzik: Ghega-Bahn - fachliche Kompetenz VP-Probers einmal mehr in Frage gestellt

Ausweichrouten über Nachbarländer kommen für NÖ Sozialdemokraten nicht in Frage

St. Pölten, (SPI) - "Nach der Erklärung der Semmeringbahn zum UNESCO-Weltkulturerbe ist selbstverständlich auch sichergestellt, daß die Ghegabahn in ihrer derzeitigen Form erhalten bleibt und entsprechende Sanierungen durchgeführt werden. Mit der Erklärung zum Weltkulturerbe ist jedoch auch der Ausbau der Ghega-Bahn zu einer quasi "Hochleistungsstrecke" gefallen und damit längst keine Alternative zum Semmeringtunnel mehr. Änderungen und Modernisierungen dürfen nämlich die derzeitige technische und bauliche Konzeption der Ghega-Strecke nicht so weit verändern, daß der ursprüngliche Charakter der Hochgebirgsbahn Schaden nimmt. Bei Verletzung dieser Verpflichtung könnte der Status als Weltkulturerbe nämlich wieder aberkannt werden, was für Niederösterreich einen unermeßlichen Schaden darstellen würde", stellt der Verkehrssprecher der NÖ Sozialdemokraten, Abg. Hans Muzik, zu den unsachlichen Aussagen von VP-Abgeordneten Prober zur Ghega-Bahn fest.****

Objektive Prüfung von Alternativen sind notwendig, wobei die Sozialdemokraten die Meinung vertreten, daß bei einem umfassenden Ausbau der Bahn nicht ein gegenseitiges Ausspielen zählt, sondern der parallele Ausbau der Schienenachsen. Eine Hochleistungs-Südbahn darf keinesfalls ausschließen, daß auch andere Schienenwege -beispielsweise die Aspangbahn - modernisiert und ausgebaut werden. "Die Variante, die von Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll und der ÖVP favorisiert wird - nämlich die Führung einer Nord-Süd-Spange über Ungarn - ist für die SPÖ-NÖ jedenfalls keine Alternative. Viel zu groß ist die Gefahr, daß sich Unternehmen dann entlang dieser Trasse ansiedeln und Wien, NÖ und das Burgenland durch den Rost fallen. Weiters besteht auch die Gefahr, daß mittelfristig Wien als Drehscheibe für den Güterverkehr an Bedeutung verliert und Tausende Arbeitsplätze verloren gehen", so der SP-Verkehrssprecher. Zudem sollte österreichisches Steuergeld für österreichische Projekte ausgegeben werden, nicht um Eisenbahnprojekte in Nachbarländern zu finanzieren.
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