Trotz Kosovo-Krise -"business as usual" in Bosnien-Herzegowina

Österreich hat gute Marktposition - Starke Beteiligungen an Messen und Wirtschaftsmissionen

pwk - "Das Interesse der österreichischen Firmen am Handel mit Bosnien-Herzegowina ist trotz der Krise in der Balkanregion ungebrochen", meldet der Handelsdelegierte in Sarajevo, Michael Scherz. Die Veranstaltungen der Wirtschaftskammer Österreich fänden starken Zuspruch, Teilnahme-Absagen gäbe es keine. Die Ende April durchgeführte WKÖ-Wirtschaftsmission mit 17 Teilnehmer-Firmen sei überhaupt die erste derartige Veranstaltung in Sarajevo seit Ausbruch des Kosovo-Krieges gewesen und habe großes Echo ausgelöst, so Scherz. ****

Bei der Wiederaufbaumesse SIRE in Sarajevo (1.-4. Juni) wird Österreich eine der stärksten Ausstellernationen sein: 27 Firmen beteiligen sich am WKÖ-Gemeinschaftsstand. Auf der Nahrungsmittelmesse Agrofood (12.-15. Mai) werden 12 heimische Firmen, ebenfalls in einem Gemeinschaftsstand, vertreten sein. Für Herbst plant die WKÖ Wirtschaftsmissionen nach Mostar und Banja-Luka. Schon jetzt haben sich Interessenten gemeldet.

Österreich hat eine gute Marktposition in Bosnien-Herzegowina, betont Scherz. Als Lieferland liegt es an fünfter Stelle - hinter Kroatien, Slowenien, Deutschland und Italien. Der Warenaustausch entwickle sich, wenn auch von niedrigem Niveau ausgehend, rasch.

1998 erreichten die österreichischen Exporte den bisherigen Rekordwert von rund 1,5 Mrd Schilling (+ 38 Prozent gegenüber 1997). Die Ausfuhren konzentrieren sich auf Produkte, die in der Phase des Wiederaufbaus vorrangig benötigt werden wie Baumaschinen, Baumaterial, Lastkraftwagen, sanitäre Anlagen, Beleuchtung, Lebensmittel, Getränke. Die Importe wachsen besonders stark: im Vorjahr stiegen sie um 150 Prozent auf rund 300 Mio Schilling an.

Das Wirtschaftsklima in Bosnien-Herzegowina bezeichnet der Handelsdelegierte als ruhig, es gelte "business as usual". Angesichts der beginnenden Privatisierung würden einige österreichische Unternehmen bereits konkretes Interesse an Investitionen zeigen, namentlich im Baustoffsektor. Ein österreichisches Geldinstitut plane (als erstes aus Westeuropa) eine Repräsentanz in Sarajevo.

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