Liberale für Holocaust-Museum im Palais Epstein

Wien, (OTS) In einem Pressegespräch des Liberalen Forums sprach sich am Mittwoch die Klubvorsitzende, Mag. Gabriele Hecht, für die Errichtung eines Holocaust-Museums in Wien aus. Dieses "Haus der Toleranz" sollte im Palais Epstein beheimatet sein.

Zu Beginn ihrer Ausführungen erinnerte Hecht daran, daß vor 54 Jahren das KZ-Lager Mauthausen befreit worden sei. In all den Jahren habe in Österreich eine aggressionslose Aufarbeitung nicht wirklich stattgefunden. Auch aus diesem Grund sei die Errichtung eines Holocaust-Museums, einer Ausbildungs- und Forschungsstätte
in einem Haus, eine Notwendigkeit. Es sollte sich thematisch auf
die Geschichte des Holocaust konzentrieren, wobei der
Ausgangspunkt der moderne Antisemitismus, insbesondere dessen politische Instrumentalisierung in Wien um die Jahrhundertwende, sein sollte.

Das Holocaust-Museum sollte drei Kernbereiche umfassen:
"Education", ein multimediales Learning-Center, in dem sich u.a. Schüler und Jugendliche interaktiv mit der Geschichte auseinandersetzen können. Weiters eine Ausstellung, die sich mit Fragen des Antisemitismus beschäftigen soll - beginnend vom Antisemitismus um die Jahrhundertwende über die Rolle von Österreichern als Opfer und Täter, der systematischen Vernichtung der Juden bis zur Vorgehensweise der österreichischen Behörden nach Kriegsende. Teil drei, Forschung, soll eine Plattform für wissenschaftliche Zusammenarbeit zwischen österreichischen und internationalen Historikern darstellen.

Wie Hecht betonte, wäre das Palais Epstein dafür ein hervorragender Ort. Angesichts des Beschlusses, dieses Palais dem Parlament zur Verfügung zu stellen, regte sie eine neue Diskussion darüber an. Sie glaube, daß für das Parlament auch andere Räumlichkeiten gefunden werden könnten. Was Planung und Umsetzung betrifft, sprach sich Hecht für ein Expertenkommitee aus. Wichtig sei, daß dieses Projekt nicht auf die lange Bank geschoben werde. (Schluß) ull/vo

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